Unter der Reihe Urban Trails wurden durch den Sauerländischen Gebirgsverein mit seinen jeweiligen Partnern 15 Streifzüge durch das Ruhrgebiet angelegt. Diese Streifzüge verlaufen zwischen Urbanität, Landschaft, Lost Places, Industrie im Wandel, Kunst und Kultur. Unsere Bochum-Runde mit Start am Hauptbahnhof verläuft gegen den Uhrzeigersinn und streift auch das Bermuda3Eck. Im Kneipen- und Ausgehviertel ist nachts was los. Ins Dunkel kann man auch tagsüber im Deutschen Bergbaumuseum. Absolute Empfehlung.
Bochum ist Ruhrpott und Bochum ist Herbert Grönemeyer, der 1984 die inoffizielle Hymne der Stadt veröffentlichte, von der „Perle im Revier“ – „tief im Westen, wo die Sonne verstaubt“. Vom Hauptbahnhof aus geht’s in die Innenstadt über den Dr.-Ruer-Platz zum Kugelbrunnen vor der Pauluskirche. Sie ist die älteste protestantische Kirche Bochums (1659). Wir wandern über den Platz am Kuhhirten. Dahinter steht die Kirche St. Peter und Paul gegenüber der Propstei und im Anschluss sehen wir das Krankenhaus St. Elisabeth.
Verkehr muss bewältigt werden und wir kommen am Augusta-Klinikum Bochum-Mitte vorbei, um die Synagoge herum sowie am Zeiss-Planetarium vorbei kommen wir in den ausgedehnten Stadtpark – eine 31ha große grüne Lunge im Revier. Im Park sind der Tierpark Fossilum Bochum, ein Bismarckturm, Denkmäler, ein Teich, Themengärten.
Weiter geht’s durch Schmechtingswiesen und Kleingärten zum Europaplatz und Deutschen Bergbaumuseum. Da lässt es sich prima in die Historie eintauchen und vom Förderturm drüber schauen.
Wieder an der Luft führt einen das GPS durch die Stadtstraßen in den kleinen Appolonia-Pfaus-Park, wo die St.-Joseph-Kirche angrenzt. Dann kommen wir an der Christuskirche am Gustav-Heinemann-Platz vorbei. Der Willy-Brandt-Platz und das Rathaus sind rechts von uns. Das Rathaus Bochum ist eines der wichtigsten Repräsentativbauten im Ruhrgebiet. 1927 wurde dafür der Grundstein gelegt. An der Junggesellenstraße entstand in den letzten Jahren ein neues Geschäftsviertel, das von Viktoria-Karree in Huemann-Karree umbenannt wurde.
Unser nächstes Ziel ist der Westpark mit der Jahrhunderthalle. Der Westpark mit 38ha ist ein zweiter Lungenflügel. Die Jahrhunderthalle geht auf das Jahr 1902 zurück und war mal eine Gebläsemaschinenhalle für Hochöfen. Park und Gesamtanlage sind sehr sehenswert und man hat einige schöne Aussichten.
Nächster Spot, der zeigt, dass man in Bochum gewesen ist: das Bermuda3eck. Von dort wandern wir ins Viertel Ehrenfeld und erleben Ungeschminktes mit St. Meinolphus (1909/1926), William-Shakespeare-Park und Schauspielhaus. Im nächsten Wohnquartier treffen wir einen Pottwal. Das Mural nimmt eine Fassade ein und ist hübsch beeindruckend, und mit dieser Impression kommen wir zum Hauptbahnhof.
Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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