Über die Himmelsleiter hinauf auf den Lusen (Nationalpark Bayerischer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑534m  ↓534m
Empfohlene Wandertouren im Nationalpark Bayerischer Wald

Ein Nationalparkgipfel ist der Lusen von 1.373m, nahe der Tschechischen Grenze. Im Nachbarland heißt er Luzný. Der sagenumwobene Lusen ist ein geschütztes Blockmeer, sagenumwoben auch das Teufelsloch, durch das wir schlüpfen müssen, um per Himmelsleiter zum Lusen zu gelangen. Mit allen Wassern von Kleiner Ohe und Martinsklause gewaschen, sollte das kein Problem sein. Über Waldhausreibe und Waldhäuserriegel (1.151m) wandern wir zurück.

Die ersten 1,6km werden auch unsere letzten werden. Start ist der Parkplatz Fredenbrücke auf rund 850m, dort wo die Straße nach Waldhäuser eine Kurve macht. Hier fließt die Kleine Ohe, mit der wir zur Martinsklause wandern. Die Kleine Ohe hat mehrere Quellbäche am Westhang des Lusen und wird in der Martinsklause (974m) aufgestaut, einst war der Zweck die Holzdrift. Da wollen wir hin und folgen der Markierung „Ranne“. Zur Martinsklause fließt auch die Hochauseige. Nach einer Rast orientieren wir uns in Richtung Teufelsloch, durch die die Hochauseige fließt.

Der Weg zum Teufelsloch fordert die Beinmuskulatur, man ist aber durch die abwechslungsreiche Landschaft gut abgelenkt und kann sich Gedanken um die Sagen machen. Vielleicht hängen sie mit dem Fels-Blockmeer am Lusen zusammen, wo es heißt, der Teufel habe darunter Schätze begraben. Vielleicht sind die Brocken im Teufelsloch dessen versteinerte Schweißperlen.

Weiter zieht es uns magisch zur Glasarche. Auf dem Weg dorthin erfahren wir etwas zu den Aussichten, die man hat, seit der Borkenkäfer sich den Wanst vollgeschlagen hat. Über einen Bohlenweg erreichen wir die Glasarche. Das 5m messende Kunstwerk aus einer Eichenhand und einem Glasboot wurde von Deutschen und Tschechischen Künstlern geschaffen und nimmt Bezug zu den Wirtschaftsfaktoren Glas und Holz – sehr schön!

Der Weg in den Himmel ist eine steinige Gerade, sollte man meinen, wenn man dem weiteren Anstieg über die Himmelsleiter angeht. Gut, dass keiner von uns Sisyphos heißt und wir die Felsen ohne schwere Lasten überwinden, bis wir auf dem Lusen-Gipfel ankommen. Vor rund 10.000 Jahren lugte er aus dem Eis heraus und verwitterte vor sich hin. Wir genießen eine schöne Panoramasicht aus 1.373m Höhe und kommen zum Lusenschutzhaus.

Nach einem Päuschen folgen wir der Markierung „Luchs“ zur Waldhausreibe, mit Parkplatz und WCs, an der Lusenstraße, die wir queren. Die Markierung ist jetzt „Grünes Dreieck“. Wir kommen dann am Felsen Waldhäuserriegel vorbei, per Bohlenweg und durch Felsgruppen.

Nochmal kommen wir über die Lusenstraße. Wer Lust hat, erweitert durch einen Abstecher zum Waldhäuserausblick, mit Blick über das Bergdorf.  Ansonsten folge man kurz nach der Straßenüberquerung der Markierung „Zaunkönig“ zur Martinsklause und nimmt von dort den bereits bekannten Weg („Ranne“) zur Fredenbrücke.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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