Über den Ziegenbergkamm zum Austbergturm


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑357m  ↓357m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Östlich von Wernigerode, am Nordrand des Harzes, sind die Orte Benzingerode und Heimburg. Zwischen diesen beiden spannen sich naturnahe schöne Kammwege über den Ziegenberg (mit den Höhen 316m und 286m), dem Struvenberg (306m) und Austberg (292m) mit dem Austbergturm und bester Rundumsicht. Die Kammwege um das langgestreckte Hügelareal heißen Ziegenberg-Kamm, Kammweg und südlich ist es der Maerkerstieg.

Start ist in Heimburg, ein Ortsteil der Stadt Blankenburg, mit der hübschen Kirche Heilige Dreifaltigkeit. Vom Parkplatz an der Wilhelm-Pieck-Straße biegen wir in die Elbingeröder Straße und machen Höhenmeter. Die Runde öffnet sich am Ziegenberg-Kamm, in den wir rechts einbiegen.

Das Naturschutzgebiet Ziegenberg bei Heimburg (88,4ha) besteht aus Halbtrockenrasen, Gebüschen und Kiefern, aber auch Feuchtwiesen. Es erstreckt sich auf dem Ziegenberg. Dessen Landschaft fällt nach Norden ins Harzvorland ab, südlich und südwestlich erhebt sich der Harz. Hier hat sich Muschelkalk aufgestellt. Vom Ziegenberg genießt sich eine Rundumsicht unter anderem zum Harz, in das Harzvorland, zum Huy und zum Regenstein mit der Burg Regenstein, die sich hinter Heimburg ins Panorama hebt.

Wir wandern rund 1,9km und gelangen zum 306m hohen Struvenberg. Unmerklich sind wir dann auf dem Kammweg und die Vegetation ist üppiger geworden, auch mit Wäldchen bestanden.

Nach ca. 3,2km ist eine weitere Ziegenberg-Höhe kartiert, jetzt mit 286m. Wir kommen zur Struvenburg, von der nur noch ein Schild kündet und Erdwälle zu entdecken sind. Wir wandern talwärts nach Benzingerode, ein Ortsteil der Stadt Wernigerode, und sehen die neoromanische Dorfkirche von 1903. Sie zeigt sich als recht harmonischer Zentralbau in einem Kreis.

Die Kirche links von uns wandern wir in der Kulturlandschaft aufwärts zum Burgenblick auf dem Austberg (292m). Westlich des Gipfels steht an der Stelle der 1250 errichteten Warte der Austbergturm aus Muschelkalk-Bruchstein, wo man sich auch einen Stempel der Harzer Wandernadel einheimsen kann. Vom rund 10m hohen Turm hat man eine herrliche Aussicht, zum Beispiel auf Benzingerode, in den Harz und ins Harzvorland. Was sich wo befindet, zeigen in Himmelsrichtungen angebrachte Schilder.

4,7km sind es bis hierher und wir haben schon so viele Aussichten genossen. Weiter geht’s durch Wald, Wiesen und talwärts mit Feldflur, bis wir nach links in den Weg Austberg biegen, mit ihm die B85 passieren, auf Wolfsholz treffen und durch Wald ansteigen, um nach links auf den Maerkerstieg zu schwenken. Etwa dort hätten wir dann Bergfest. Hier ist die Lichtung mit Wanderrast Eisengarten im Forstort Eisergrund. Südlich von Benzingerode, wo der Maerkerstieg der Bebauung nah kommt, ist ein weiterer Picknickplatz. Wir kommen beim Abwärtswandern, zum Infopunkt Harzaufrichtungszone und Heimburg nähert sich mit jedem Schritt.

Bildnachweis: Von Z thomas [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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