Traumschleife Steinhauerweg (Losheim am See)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑250m  ↓250m
Traumschleife Steinhauerweg

Der Steinhauerweg ist einer der Traumschleifen, die am Saar-Hunsrück-Steig speziell für Tagesausflügler eingerichtet wurden. Der Steinhauerweg führt uns in die Gemeinde Losheim am See, genauer in den Ortsteil Britten.

Britten liegt ganz im Norden des Saarlands im Naturpark Saar-Hunsrück. Neben Landwirtschaft wurde in Britten in vergangenen Tagen auch Bergbau betrieben. Abgebaut wurde roter Sandstein. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es etwa zwanzig Steinbrüche vor Ort, von denen einer bis heute besteht. Zeugen der Steinbrucharbeiten sind die vielen Wegkreuze in Britten, von denen wir zehn Stück auf dem Steinhauerweg begegnen werden.

Wir starten unsere Runde am Waldfestplatz Britten und wandern auf einem schönen Pfad  durch ein Feuchtgebiet entlang des Seffersbachs. Man passiert das historische Wegekreuz „Dudisch Fra“ und dann auf Höhe der Landstraße L 375 das Pelcer Kreuz.

Vorbei am Pfadfinderheim wandert man durch ein Waldgebiet ins Saarhölzbachtal. Historische Grenzsteine erinnern an die ehemalige Grenze zwischen dem Saargebiet und Deutschland. Dem Saarhölzbach folgen wir nun ein gutes Stückchen und sind dabei unterwegs in geschützten Gefilden. Das Naturschutzgebiet Saarhölzbach-Zunkelsbruch ist u.a. von Moorwald und Hochstaudenfluren bewachsen. An zwei kleinen Weihern wird der Saarhölzbach überquert.

Wir verlassen schließlich das Saarhölzbachtal und spazieren durch den Ruheforst Losheim am See. Später passieren wir zwei aufgegebene Steinbrüche, passieren das Haecke-Kreuz und kommen dann hinter der Landstraße zum Fonkenbruch, einem fast runden Steinbruch mit steil abfallenden Felswänden. Am Fonkenbruch sind an den dunklen Felswänden des schmalen Durchlasses die Spuren von Hammer und Meißel noch gut erkennbar. Bäume hüllen den Steinbruch in mystisches Dunkel.

Jetzt geht es bergan und wir können wenig später die Aussicht vom Schönertskopf (435m) genießen. Dann geht es über die Heisborner Höhe (415m) schließlich wieder zurück zum Waldfestplatz in Britten. Jetzt lohnt noch ein kurzer Abstecher zur Pfarrkirche St. Wendalinus. Hier finden sich Stechpalmen (Ilex), die als größte ihrer Art links des Rheins gelten – so sagt es jedenfalls die örtliche Touristik.

Bildnachweis: Von L.Sieht [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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