Thiele-Aussicht, Schloss Thürmsdorf und Bärensteine (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑214m  ↓214m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Rathener Elbbogen liegt die Gemeinde Struppen, vis-à-vis zur Bastei. Zu Struppen gehört der Erholungsort Thürmsdorf mit Schloss und Schokoladenglück. Wir besuchen die Elbsandsteinfelsen der Bärensteine und des Rauensteins. Zwei weitere Örtchen der Runde durch die Gemeinde sind: Strand am Elbufer und Weißig als Start und Ziel.

Wir parken am südwestlichen Ortsausgang von Weißig und gehen ins Dorf, das in seiner Struktur denkmalgeschützt ist und sich um eine Quellmulde angesiedelt hat. Weißig ist vom altsorbischen: wysoki abgeleitet, was hochliegend bedeutet. Wir sind auf 214m, wenden uns in Richtung Elbufer, wandern oberhalb von Strand durch die Wiesen und Felder an den Eulensteinen vorbei.

Es geht gen Thürmsdorf. Vor dem Ort genießen wir Blicke in die Sächsische Schweiz an der Johann-Alexander-Thiele-Aussicht und ins Elbetal. Maler Thiele hat von hier sein bekanntes Gemälde der Festung Königstein gemalt. Die Sicht wird immer mal wieder freigeschnitten.

Gleich nebenan steht das Biedermann-Mausoleum, das 2016 als Malerweg-Kapelle ökumenisch geweiht wurde. 1920/21 entstand im Auftrag von Helene Freifrau von Biedermann die Familiengruft als Rotunde aus Sandstein und Ziegeln. Da lag die Familie einige Jahre. Plünderung und Zerstörung des Mausoleums machten eine Umbettung der Gebeine notwendig. 1994 konnte das kleine Schmuckstück gesichert und später gerettet werden.

Durch die fruchtbare Landschaft, in der einige Obstbauflächen sind, wandern wir Am Schlossberg zum Schloss Thürmsdorf, nicht rauf, sondern eher runter. Es ist das einstige Herrenhaus des Ritterguts Thürmsdorf, das zeitweilig den Adeligen von Bernstein gehörte, worauf sich der Name der Felsen am Bärenstein bezieht. Das Schloss ist Privatbesitz.

Über Gäste freut sich gegenüber die erste bio-zertifizierte Schokoladenmanufaktur Sachsens mit ihrer nachhaltigen Schokoladenkunst, auch mit Produkten aus dem eigenen Obstgarten, Café und zeitweilig Schokoladenverkostung. Gestärkt geht’s zu den Bärensteinen, dem Großen (324m) und dem Kleinen (328m), wobei der kleinere der Höhere ist, der größere aber das weitreichendere Plateau hat.

Wir treffen und schauen auf: Götzinger Höhle, Denkmäler, Bärensteinwächter, rund um die Bärensteine, die man erklettern könnte, wenn man es kann. Auf den Felsen durch den Wald geht’s auf und ab, übers Schafbornbächel, rauf zum Rauenstein und dessen eindrücklichen Felsen, die wir streifen. Über die Rauensteine führt der Rauensteinweg und man findet droben die Berggaststätte Fels Rauenstein. Das ist noch eine Option. Der Track führt uns ansonsten direkt nach Weißig zurück.

Bildnachweis: Von Markus FL [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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