Tarodunum-Rundweg bei Kirchzarten (Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑151m  ↓151m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung um das rund 200ha messende Areal des Oppidums mit dem keltischen Namen Tarodunum liegt im Dreisamtal bei Kirchzarten im Naturpark Südschwarzwald. Die Runde folgt den Wällen, ist recht eben und für Kinderwagen geeignet.

Der Weg folgt der Form eines länglichen Dreiecks, das von den Quellflüssen der Dreisam, dem Rotbach (Höllental) und dem Wagensteigbach, mit bis zu 15m hohen Böschungen, geformt wurde. Der Name Tarodunum wurde durch den antiken Geografen Ptolemaios überliefert.

Start ist im Höllental bei der Tarodunum Schule an der Höfener Straße und mit einer ersten Infotafel. Östlich verläuft die B31 und liegt Himmelreich mit einem Halt der Höllentalbahn. Von der Höfener Straße biegen wir nach links in die Höllentalstraße und durchqueren das Örtchen Burg-Birkenhof mit Burger Platz und Kapelle. Der Höllenbach fließt linkerhand. Entlang eines Wiesenpfades kann der Wallverlauf gut verfolgt werden. Die zweite Infotafel gibt weitere Einblicke.

Die Wälle wurden mit örtlichem Baumaterial errichtet, polygonale Steine, die aus den Niederterrassen geholt und zwischen Pfähle geschichtet wurden, dann wurde ein Damm aufgeschüttet. Man nimmt an, dass oben einst ein Wehrgang drüber führte, von dem man allerdings nichts fand. Die eigentliche Siedlung Tarodunum wurde außerhalb der Befestigung südwestlich von Zarten ausgemacht. Sie war von rund 150 v. Chr. bis ins 8. Jh. n. Chr. durch Kelten bewohnt, die Handwerk und Handel betrieben und wo sogar Goldmünzen geprägt wurden.

Über den Aumattenweg kommen wir dem Zusammenfluss von Höllenbach (Rotbach) und Wagensteigbach näher. Dabei queren wir die B31 und wandern durch zumeist offene Kulturlandschaft mit Wiesen und Feldern. Wo sich die Flüsse zur Dreisam vereinigen sind wir sozusagen in der Spitze des Dreiecks und treffen die dritte Infotafel.

Wir wandern Am Hohrain, zwischen Bäumen und Feldern, gelangen auf die Mühlentalstraße, nördlich des Örtchens Burg am Wald. Links geht’s in die Ibentalstraße, nach rechts in den Vogtweg, an Höfen vorbei und abermals links, jetzt in die Burger Straße, von der ab zum Jockelshof. Wir treffen auf die vierte Infotafel.

Im Südöstlichen Bereich des Walles liegt der sogenannte Heidengraben, der einen vorgelagerten Durchlass mit Toren markiert. Schätzungsweise war hier auch mal ein Friedhof eines Einzelhofes, vielleicht einem Vorgänger des Jockelshofs. Die Runde schließt sich über das Himmelreich nach weiteren 1,6km, an der Höllentalbahn vorbei und über die B31.

Bildnachweis: Von Andreas Schwarzkopf [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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