Smaragdeidechsenpfad Kaiserstuhl (Oberbergen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 2 km
Gehzeit o. Pause: 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑146m  ↓146m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein lehrreicher Entdeckungspfad für die ganze Familie! Kinder sollten jedoch schon in der Lage sein, kleinere steilere Auf- und Abstiege als sportliche Herausforderung anzugehen. Wir begeben uns in die Welt der Smaragdeidechsen, ohne Zweifel eines der farbenprächtigsten Reptilien in unseren Gefilden.

Wir starten in Oberbergen, einem Ortsteil von Vogtsburg im Kaiserstuhl, an der Schule. Oberbergen liegt in der Oberrheinischen Tiefebene und ist mit 350ha bewirtschafteter Rebfläche einer der größten Weinbauorte in Baden-Württemberg. Die Lössschicht auf dem Boden der Weinlagen macht die Region so fruchtbar. Hier gedeihen die Trauben für Müller-Thurgau und Grauer Burgunder besonders gut. Eine Hauptweinlage ist die Bassgeige.

Wir gehen aus der Ortsmitte gleich gen Norden in die Weinberge und halten uns, wenn der Lehrpfad sich öffnet, rechts. Auf dem Smaragdeidechsenpfad kommen wir bald zum Kaiserstuhlblick-Totenkopf und machen uns auf Spurensuche des abenteuerlichen Lebens der Smaragdeidechse. Wir bleiben im Weinberg.

Smaragdeidechsen lieben es warm, verstecken sich gerne im Gestrüpp, wo es nicht nur warm sondern auch feucht ist, können zwischen 35 und 40cm lang werden, dabei macht ihr Schwanz ein Drittel der Länge aus, sie gibt es in zwei Arten, der westlichen und östlichen, ihren Namen tragen sie zu Recht, denn sie sind grünlich schillernd und die Männchen bekommen zur Paarungszeit eine smaragdbläulich-grünliche Färbung an der Kehle.

Ihr Lebensraum im südwestlichen Deutschland und angrenzend ist der sonnenverwöhnte Kaiserstuhl, Teile des Mittelrheins und die Donau bei Passau. Smaragdeisechsen leben gerne an Böschungen, in trockenen Wiesen, am Rande von Weinbergen und in alten Obstgärten. Da sind sie hier am Kaiserstuhl genau richtig. Wenn wir an der Aussicht Kähner & Langeneck vorbeikommen, schließt sich die Entdeckungsreise in Kürze.

Bildnachweis: Von Wilfried Fiebig, Braunschweig [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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