Seiwerath

Im Dreieck zwischen Prüm, Gerolstein und Bitburg liegt der kleine Eifelort Seiwerath. Hier verlief einst die Römerstraße von Trier nach Köln. In Seiwerath steht die katholische Kirche St. Wendelin und St. Lambertus, die um 1570 als Saalbau mit Spitzhelmdachreiter errichtet wurde.

Folgt man von Seiwerath aus der Landstraße nach Bitburg, kommt man nach ca. zwei Kilometern ins Dürrbachtal. Hier steht die 1892-93 im Jugendstil erbaute Wallesch-Kapelle (alternativ findet man auch die Namen Dürrbach-Kapelle und Bruder-Klaus-Kapelle). Aus der Bauzeit stammen die beiden Türflügel, der Fliesenboden, der Altar, die Kreuzwegtafeln und vermutlich auch das einfache Gestühl.

Ein historischer Brauch ist die Schönecker Eierlage, die erstmals 1764 genannt wurde und Ostermontag ausgerichtet wird. Ein Läufer muss von Schönecken die gut sieben Kilometer bis nach Seiwerath rennen, während gleichzeitig ein Raffer in Schönecken 104 Eier im Abstand von einer Elle aufsammeln muss, ohne das eines kaputt geht, dabei legt dieser secheinhalb Kilometer zurück und darf das letzte Ei zerdeppern. Gewonnen hat, wer zuerst seinen Job gemacht hat.