Seinsfeld

An der Bundesstraße B 257 von Gerolstein nach Bitburg liegt Seinsfeld im Herzen der Waldeifel. Nördlich von Seinsfeld steht Burg Seinsfeld, die auch Schloss Hellermannsfeld genannt wird. Burg Seinsfeld geht auf eine Wasserburg zurück. Älteste Bauteile wurden auf das 15. Jahrhundert datiert. Im 17. und 18. kamen Neu- und Ausbauten hinzu. Die fast runde Burganlage hat einen Durchmesser von etwa 60m und ist von einem bis zu 17m breiten und 6m tiefen Wassergraben umgeben (heute Grasgraben). Einst führte ein geschlossener Wehrgang auf den Wehrturm im Westen der Burg.

Östlich der Burg Seinsfeld sind Markierungen einer Zugbrücke zu sehen, wo jetzt eine Steinbrücke ist. Durch den gepflasterten Innenhof kommt man zum Treppenturm, an dem zwei Grabplatten eingelassen sind, die aus der Pfarrkirche stammen. Die eine ehrt Johann von Lontzen (1519) und die andere zeigt einen Ritter in Renaissancerüstung in Lebensgröße.

In Seinfeld kommt man in der Straße Zum Kaibachtal an der katholischen Pfarrkirche St. Dionysius vorbei. Der Saalbau hat drei Achsen und wurde 1741 fertiggestellt. Der Westturm der Kirche ist noch mittelalterlicher Herkunft. Nahebei liegt das denkmalgeschützte Pfarrhaus, 1910 im Stil der Reformarchitektur als ein- bis zweigeschossiger Putzbau errichet.

Nordwestlich von Seinsfeld liegt Steinborn, da hat man gleich den gesamten Ortskern komplett denkmalgeschützt. Es handelt sich bei diesem Eifelörtchen um das Bild eines gut erhaltenen alten Bauerndörfchens, sozusagen eingefroren um 1850. Da ist dann alles, was so eine „Landliebe“ ausmacht: Hofanlage aus der Zeit um 1800 mit Wohn- sowie Wirtschaftsgebäudeteilen, wer etwas mehr Geld hatte, baute sich ein stattliches Wohnhaus, dann ist dort die ehemalige Schule, ein Rotsandsteinbau mit einem hohen Keller. Natürlich darf die Kirche im Ort nicht außen vor bleiben, sie ist St. Hubert geweiht und entstand 1820.