Seehamer See und Mangfalltal (Rundtour ab Weyarn)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑283m  ↓283m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ur-Oberbayerisch wird’s, mit viel Naturlandschaft und versprengten Örtchen! Die Gemeinde Weyarn im Kreis Miesbach hat eine eigene Autobahnabfahrt (98) von der A 8, kurz nach der Mangfallbrücke, wenn man vom rund 40km entfernten München aus anreist.

In die Mangfall mündet der Moosbach, als Abfluss des Seehamer Sees, östlich von Weyarn, wo wir heute hinwandern werden, mit einem Stück durch das Mangfalltal. Um den Seehamer See führt übrigens auch die Familientraumtour Rund um den Seehamer See (6km)

Weyarn besteht aus 53 (!) Ortsteilen auf die sich 3.600 Menschen verteilen, die in den Kirch- und Pfarrdörfern, Einöden und Weilern leben. Wir starten auf dem Parkplatz beim Friedhof (Münchner/Miesbacher Straße) und werden am Schluss der Runde die Kirche St. Peter und Paul besuchen. Linkerhand erhebt sich der Aussichtsberg. Wir gehen entlang der Miesbacher Straße, biegen in die Wattersdorfer Straße, durchqueren Wattersdorf, die Seehamer Straße führt ins kleine Bruck, wo wir rechts einbiegen (Pienzenauer Straße), dann links nach Kleinseeham.

Es geht zum Seehamer See. Rechts erhebt sich der bewaldete Gansberg. Über offene Landschaft wandern wir zu einem kleinen Kanal und einem Infopunkt namens Birke. Immer näher kommen wir dem 147ha großen Seehamer See, den wir an seinem Südufer umwandern.

Via Sträßchen wandern wir aufwärts nach Pfisterer und Reichersdorf, nach Thalham wieder bergab. Natur und hübsche Landschaftsblicke unterhalten uns des Wegs, der allerdings weiterhin entlang eines Sträßchens führt (MB12). Wir kommen über die Mangfall (58km lang, fließt zum Inn), queren den Steinbach, durchstreifen das Mangfalltal, links ist eine Bahntrasse. Auf einer Lichtung kann man seine Wasserflaschen auffüllen. Durch Wald gelangen wir erneut über die Mangfall und nach Weyarn zurück.

Hauptsehenswürdigkeit ist die Stiftskirche St. Peter und Paul des einstigen Augustinerchorherrenstifts aus dem 12. Jahrhundert. Welch Kleinod! Sie ist flankiert von der St. Jacob- und der Maria-Hilf-Kapelle (17./18. Jahrhundert). Im schmucken Zentrum ist ein Brunnen, ein Kriegerdenkmal (1899) und das Rathaus in den Klostermauern von Weyarn. Die Stiftskirche St. Peter und Paul hat ein üppig ausgestaltetes Innere: Stuckaturen, Malereien, die Altäre und Figuren. Von außen sieht man das der Kirche mit Turmteilen aus dem 15. Jahrhundert nicht an. Die erste Kirche (im 14. Jh. abgebrannt) wurde damals an ein Schloss angebaut und aus dem Schloss wurde ein Kloster. Auf dem letzten Stück zum Parkplatz kommen wir an einem Klostercafé vorbei, das sich an den Prälaturhof schmiegt: hier entstand modernes Wohnen am historischen Kloster.

Bildnachweis: Von Sandor Bordas [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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