Seebacher Sagenrundweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑709m  ↓709m
Ortenauer Sagenrundweg 6 Markierung Wegzeichen Beschilderung

Von Seebach geht’s hinauf zum Mummelsee an der Schwarzwaldhochstraße. Der See liegt nah der Hornisgrinde mit Aussichtsturm am Rand des Nationalparks Schwarzwald. Heroben führt ein Schwarzwälder Genießerpfad vorbei. Ein Genießer war vermutlich Eduard Mörike, den der sagenhafte Mummelsee zu einer Ballade inspirierte.

Der Kurpark Seebach ist Start der aussichtsreichen Runde, die mit einem gestreckten 6,5km langen Aufstieg bis auf 1.058m unsere Fitness fördert. Seebach vermarktet sich als das Mummelseedorf, ist Luftkurort im oberen Achertal.

Eine erste kleine Steigung haben wir auf dem Weg über die Acher gen Norden durchs Silbergründle. An der Grimmerswaldstraße ist das Besucherbergwerk Silbergründle. Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde Blei und Silber aus den Quarzgängen geholt.

Wir wandern durch abwechslungsreiche Landschaftsbilder, kommen durch die kleinen Weiler Koppenhöfen und Busterbach. Ab jetzt beginnt der langgestreckte Aufstieg. Wir gehen ein Stück Legelsaustraße, die den Grimmerswaldbach begleitet, machen eine kleine Wende mit Waldbegleitung über den Busterbach und stoßen beim Sperrgebiet Nato-Pumpstation auf den Elsaweg, dann auf den Busterweg, gelangen zum Wettsteinbrunnen mit Schutzhütte und Erfrischung.

Kurz vor der Busterquelle queren wir den Busterbach. Weiterhin durch Wald wandern wir zum Hohfelsen mit Gipfelkreuz. Das Felsmassiv kann per geländergesicherten Tritten erreicht werden. Das Kreuz wurde für das Gedenken an Kriegsopfer errichtet. Der Blick fällt auf das Grimmerswälder Tal und in die Schwarzwaldhöhen-Kulisse.

Wir halten uns gen Osten und kommen zum Hohfelsenbrunnen mit Schutzhütte und Grillstelle. Der Mummelsee ist nur noch knapp 1,2km entfernt und wir haben Bergfest. Auf dem Weg kreuzen wir die Schwarzwaldhochstraße und kommen ins „Gemummel“ des touristisch ausgebauten Sees: Gastronomie, Himmelsliegen, Strandkorb, Tretboot, St. Michaelskapelle am Mummelseetor Seebach, wo wir nach der Seeumrundung auskommen.

Der knapp 4ha große Mummelsee wurde von einem Gletscher geformt. Der Karsee ist ca. 17m tief. Darinnen sind die Nixen am See, lieblich und bezaubernd, in einem Kristallschloss. Nächtens tauche sie auf, um zu tanzen und zu singen. Eduard Mörike veranlasste das zur Ballade: Die Geister am Mummelsee. Das Hochmoor Hornisgrinde mit dem Hornisgrindeturm ist quasi nur einen Steinwurf entfernt und bietet sich als Abstecher an.

Mit der B500 zu unserer Rechten wandern wir zum Skigebiet am Seibelseckle und queren die B500. Mit Waldbegleitung wandern wir weiter abwärts gen Südwesten, kommen über das Seebächle und nach Wolfsbrunnen am Brombeerteichbächle, das ins Seebächle mündet. Hier ist auch Steinbruchgebiet und Gastronomie.

Mit dem Seebächle wandern wir ins Achertal, halten uns rechts und kommen durch Deckerhöfe, wo sich einst ein Bauernsohn in eine Nixe verliebt hatte, das ging natürlich nicht gut aus. Mit der Acher zur Linken kommen wir nach Seebach, in dem die katholische Herz-Jesu-Kirche aus den 1920ern zu sehen ist.

Bildnachweis: Von MWolf89 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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