Sechs Profile, ein Gesicht: Rund um Dortmund-Aplerbeck


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑251m  ↓251m
Sechs Profile ein Gesicht Rundwanderweg Dortmund

Die Ortsabteilung Dortmund-Aplerbeck des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) richtete 2005 einen Rundwanderweg an, der einen interessanten Namen trägt: Sechs Profile, ein Gesicht. Den Namen verdankt der Rundwanderweg dem Umstand, dass sich der Stadtbezirk Aplerbeck aus sechs Ortsteilen - Aplerbeck, Berghofen, Lichtendorf, Schüren, Sölde und Sölderholz – zusammensetzt. Die gut 20km lange Tageswanderung ist mit einer weißen Raute auf schwarzem Grund markiert.

Der Rundwanderweg beginnt in der Köln-Berliner-Straße oberhalb des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck und führt erst einmal vorbei am Aplerbecker Amtshaus (1906-07 erbaut) zum Wasserschloss Haus Rodenberg. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde 1689-98 zum barocken Wasserschloss ausgebaut.

Hinter Haus Rodenberg treffen wir auf die Emscher und queren diese und steuern die Große Kirche Aplerbeck an. Die Große Kirche (evangelisch) mit ihrem 61m hohen Turm wurde 1867-69 als neugotische Hallenkirche errichtet. Durch die Schmerkottenstraße und Am Bornacker geht es gleich weiter zur nächsten Kirche, der evangelischen Georgskirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und die einzige Kreuzbasilika in Dortmund ist.

Dann sind wir erneut im Emschertal und folgen diesem aufwärts nach Sölde. Wir spazieren durch Sölde und kommen südlich der Ortslage ins Sölder Holz, auch Hixterwald genannt. Besondere Bedeutung hat das Sölder Holz als frühes Kohlerevier. Überall sind noch Zeugnisse des primitiven Bergbaus im 18. und 19. Jahrhundert zu erkennen.

Vorbei am Stadtteil Söderholz und oberhalb von Lichtendorf wandert man weiter in den Aplerbecker Wald, der auf einer Fläche von 115ha seit 2005 unter Naturschutz steht. Der Aplerbecker Wald ist einer der wenigen Reste der ursprünglichen, vor 150 Jahren noch fast vollständigen Bewaldung des Ardeygebirges zwischen Emscher und Ruhr.

Der Aplerbecker Wald setzt sich nach Süden nahtlos in den Schwerter Wald fort. Der Schwerter Wald liegt freilich nicht mehr in Dortmund, sondern zählt bereits zu Schwerte. Im Schwerter Wald liegt die bekannte Ausflugsgaststätte Freischütz, die 1843 als Forsthaus startete und knapp zwanzig Jahre später die Ausschanklizenz erhielt, weil so viele Bergarbeiter auf ihrem Weg von der Schicht noch etwas ihre Kehlen entstauben wollten.

Am Ende des Schwerter Walds stößt man auf den Lohbach und folgt diesem zurück in den Dortmunder Stadtbezirk Aplerbeck. Auf Höhe der Selzerstraße verlässt man den Lohbach und wandert ins Zentrum von Berghofen. Hier steht die evangelische Kreuzkirche. Die Kreuzkirche Berghofen wurde 1929 erbaut und zeigt einen interessanten Mix aus Neuem Bauen und Expressionismus.

Wir halten uns nördlich, passieren am Tunnel Berghofen die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße B 236 und kommen erneut ins Emschertal. Man folgt der Emscher und kommt durch Schüren. Hier wurde schon im 13. Jahrhundert Bergbau betrieben. Die Emscher leitet uns schließlich zurück nach Aplerbeck.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons, [CC-BY-SA-3.0]: 1, 4, 5 by Helfmann; 2 by Matrixplay; 3 by Smial; 6, 7 by Itti; 8 by Jan Cirullies

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Freischütz Dortmund Nordrhein-Westfalen