Schramberger Burgenpfad (Schwarzwälder Genießerpfade)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑962m  ↓962m
Wegemarkierung

Schramberg liegt zentral im Schwarzwald und ist auch als die Fünftälerstadt bekannt: Hier münden Göttelbach, Kirnbach, Berneck und Lauterbach in die Schiltach. Die konditionell durchaus fordernde Strecke führt vom Schramberger Zentrum durch schöne Wälder und tief eingeschnittene Täler.

Beginn der Rundwanderung ist am Rathausplatz in Schramberg, das einst eine große Nummer in der Uhrenproduktion war. In Schramberg beschäftigte Junghans vor Jahrzehnten über 3.000 Mitarbeiter und war damit der größte Uhrenhersteller der Welt. Die Wirtschaft hat sich geändert. Die Natur ist aber immer noch wunderschön.

Wir gehen los, passieren die Straße und sind da schon mitten drin in der Industriegeschichte, denn wir spazieren in den Park der Zeiten. Der Park war einst privat und gehörte zum Wohnhaus von Uhrenfabrikant Erhard Junghans. Heute dient der Park der Zeiten als Kurpark und die Villa Junghans als Hotel und Event Location.

Weiter hinauf geht es Richtung Charlottenhöhe und Dreiburgenblick. Der bezieht sich auf die drei ortsbildprägenden Burgen von Schramberg: Die Burg Hohenschramberg, die Ruine der Burg Schilteck und die Burgruine Falkenstein.

Beim Schlangenbühl angekommen, ist die Aussicht über die Stadt und zur Burg Hohenschramberg beeindruckend. Wir kreuzen das Kirnbachtal und wandern über den Tischnecker Berg, wo der Schramberger Burgenpfad den Ostweg kreuzt.

Vorbei an einer Himmelsliege kommen wir zur Falkensteiner Kapelle, die von internationaler Bedeutung ist, weil sie ein interessantes Kunstwerk beherbergt: die Falkensteiner Beweinung. Das aus Lindenholz geschnitzte Hochrelief steht im Chor auf dem neugotischen Altar und zeigt die Karfreitagsszene. Es wurde um 1520 gearbeitet und markiert den Übergang von der Spätgotik zur Renaissance.

Wir kreuzen das Bernecktal und wandern nun hinauf zur Burgruine Falkenstein, die als älteste Burg im Schwarzwald gilt. Vermutlich im 11. Jahrhundert entstand die Burg, die 1030 erstmals genannt wurde. 1491 wurde Burg Falkenstein zerstört und fristet seitdem ein Dasein als Ruine.

Weiter geht es bergab über einen kleinen Bach bis hin zu den Lauterbacher Wasserfällen und schattig im Wald gelegen wieder hinauf Richtung Burg Hohenschramberg. Diese Burg entstand ab 1457, ist damit eine der jüngsten Burgen in Deutschland. Die Ruine ist sehr sehenswert, da sie gut erhalten und sehr groß ist.

Anschließend geht es wieder hinab in die Talstadt, vorbei an einem Aussichtshäuschen mit tollen Aussichten. In Schramberg angekommen geht es vorbei an der St. Maria Kirche, die mit ihrem Tonnengewölbe zusammen mit der von Erich Hauser geschaffenen Altarraumgestaltung eine gelungene Verbindung zwischen spätklassizisitscher Architektur und zeitgenössischer Kunst darstellt. Von hier geht es nur wenige Meter zurück zum Ausgangspunkt, dem Rathausplatz.

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