Schnalz-Rundwanderung im Bayerischen Oberland


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑502m  ↓502m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wo wir heute im Pfaffenwinkel unterwegs sind, stoßen die Marktgemeinde Peiting, mit dem Slogan: Wo der Lech die Ammer küsst, und die Gemeinde Böbing zusammen, dazwischen bildet der Lauf der Ammer eine natürliche Grenze.

Wir starten im Beritt von Peiting und gehen überwiegend durch jenen von Böbing, hinauf zum Schnalz-Gipfel (901m). Wir werden herrliche Aussichten genießen, kommen über den Kalkofensteg über die Ammer und durch das Naturwaldreservat Ammerleite.

Startpunkt ist südöstlich von Peiting, der Wanderparkplatz Schnalz an der Schnalzstraße, dort wo die Bebauung aufhört. Es geht in südliche Richtung und vorbei am Wasserspielplatz Mühlrad. Kurz drauf sind wir unten an der Ammer, wo der überdachte Kalkofensteg uns drüber leitet.

Der Kalkofensteg ist umgeben von weiten Kiesbänken, die auch zum „Wasserspielen“ einladen. Auf der westlichen Seite der Brücke sind Kalk-Sinterterrassen und man könnte überlegen, nach der Runde in den Ammerlauf-Lehrpfad (3km durch das Landschaftsschutzgebiet Ammertal) einzusteigen. Östlich des Kalkofenstegs sind die Sandsteinhöhlen an der Ammerleite, von der wir einen Teil durchwandern werden.

Wenn sich unsere Runde öffnet, wandern wir rechterhand, munter auf und ab, von Wald begleitet nach Holzleithen in der Gemeinde Böbing. Die Sicht wird weiter und wir wandern auch weiter: bergauf. Der Blick schweift über Wiesen und Felder mit einigen Panoramaaussichten hinauf auf zum Schnalz, den ein Gipfelkreuz ziert. Hier kann man es eine ganze Weile aushalten, vom Waldsofa und anderen Rastmöglichkeiten aus in die Ferne schauen, über Wiesen, Dörfer und zu den Kühen. Passenderweise haben wir auch gerade „Bergfest“. Auch hinunter genießen wir schöne Aussichten!

Nach etwa 7,4km werden wir wieder vom Wald empfangen, gehen durch das Waldgebiet Schnalz und kommen in das Naturwaldreservat Ammerleite. Hier darf der Wald sein, was er sein will. In Bayern gibt es 159 Naturwaldreservate, wo ohne menschliche Eingriffe Ur-Wälder entstehen dürfen. Die ökologische Besonderheit der Ammerleite sind die diversen Waldgesellschaften in der Hanglage, von Buchen oben, dem Bergahorn in den steileren Bereichen oder den Tannen, sowie die Ausbildung von Schluchten – mit all dem Artenreichtum, der dazugehört. Durch diesen Reichtum kommen wir zur Ammer zurück und via Kalkofensteg auf den Weg zum Wanderparkplatz Schnalz.

Bildnachweis: Von Flodur63 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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