König-Ludwig-Weg Etappe 4 von Wessobrunn nach Rottenbuch


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑731m  ↓690m
König-Ludwig-Weg (Oberbayern)

Mitten im Paterzeller Eibenwald, einem der größten Eibenbestände in Deutschland mit bis zu tausend Jahre alten Eibenbäumen, beginnen wir unsere heutige Wanderung auf dem König-Ludwig-Weg.

Wir wandern nach Forst (Gemeinde Wessobrunn) mit der schmucken Pfarrkirche St. Leonhard aus dem 18. Jahrhundert, kommen dann über Linden, Hof und Schwabhof wieder in ein Waldgebiet. Man kreuzt das Wieselbachtal und wandert auf den zu Hohenpeißenberg gehörenden Ort Hetten zu.

Von Hetten aus erfolgt der Anstieg zum Hohen Peißenberg (988m), einem der höchsten Gipfel im Pfaffenwinkel. Durch seine herausgehobene Lage bietet sich vom Hohen Peißenberg ein guter Blick nach Süden auf die etwa 200km breit sichtbare Alpenkette, vom Grünten (1.738m) im Westen, über das Wettersteingebirge mit der Zugspitze (2.962m) im Süden, bis hin zu den Chiemgauer Alpen im Osten.

Auf dem Hohen Peißenberg steht die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. 1514 baute man eine erste gemauerte Gnadenkapelle, die im 17. Jahrhundert durch eine zweite größere Wallfahrtskirche mit Turm und Priesterwohnhaus ergänzt wurde, wodurch eine Doppelkirche entstand. Von 1747 bis 1748 bekam die Gnadenkapelle ihre Rokoko-Ausstattung, sie ist daher prunkvoller als das angebaute Kirchengebäude.

Vom Hohen Peißenberg steigen wir hinab nach Hohenpeißenberg, passieren wenig später die Bundesstraße B 472 und wandern in der Gemarkung von Peiting ins Ammertal. Wir sind jetzt unterwegs im Naturschutzgebiet Ammertal im Bereich der Ammerleite und Talbachhänge.

Naturnah geht es durch das Ammertal nach Rottenbuch. Hier steht das Kloster Rottenbuch, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Die romanische Basilika wurde im gotischen Stil erweitert und Mitte des 18. Jahrhunderts von dem Wessobrunner Stuckateur Joseph Schmuzer im Rokokostil ausgeschmückt. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Seit 1963 arbeiten die Don-Bosco-Schwestern in der Anlage. Die Klosterkirche – heute Pfarrkirche Mariä Geburt – blieb erhalten.

Bildnachweis: Von Schauvonunten [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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