Schloss Romrod


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Toröttöttötöö und Hallali: man könnte sie durch den Schlosshof hören, die Jagdhornbläser und das Hufgeklapper der Ritter von Rumeroth. Im 12. Jahrhundert ließen diese an der Straße durch die kurzen Hessen eine Talburg bauen. Das als Wasserburg angelegte Schloss Romrod ging zwei Jahrhunderte später an die Landgrafen von Hessen über. Die Jagd war ihr Vergnügen und das Schloss wurde entsprechend umgebaut und von ihnen und späteren Großherzögen als Jagdschloss genutzt.

Landgraf Ludwig IV. aus Marburg ließ 1578-87 den Kanzleiturm umbauen, der sich als beliebter Bildausschnitt imposant vom blauen Himmel abhebt. Zudem ließ der Graf den Diener-, den Herren- und den Küchenbau errichten. Über Wehrgänge sind die Gebäudeteile rund um den Innenhof miteinander verbunden. 1918 übernahm das Land Hessen das Schloss. Nach unterschiedlicher Nutzung bezogen nach dem zweiten Weltkrieg Flüchtlingsfamilien die Räume - bis um 1970 die letzten auszogen.

Rund dreißig Jahre Leerstand setzten dem Gebäude zu und die Stiftung Denkmalschutz erwarb das Schloss und sanierte es liebevoll. Bei der Sanierung des Schlosses wurden Reste von Vorgängerbauten des 12. Jahrhunderts gefunden. Diese und weitere stumme Zeitzeugen werden in einer zum Museum umgebauten Scheune gezeigt. Hauptausstellungsstück des Schlossmuseums in der Kulturscheune ist eines der Holzhaus-Fundamente das bei den archäologischen Grabungen entdeckt wurde. Schwebend, von allen Seiten zu betrachten ist es nun der Blickfang im Schlossmuseum.

Schloss Romrod selbst wird heute von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Denkmalakademie genutzt. Neben dem Waidhaus in Görlitz und dem alten Höchster Schloss in Frankfurt am Main ist Romrod einer der drei bundesweiten Standorte, an dem mit zahlreichen Veranstaltungen und Fortbildungen für den Denkmalschutz geworben wird.

Nördlich des Schlosses befindet sich die Schlosskirche Romrod, die 1690 eingeweiht wurde. Errichtet wurde der Saalbau in unverputztem Bruchstein. Die spitzbogigen Fenster sind mit fantastischen Darstellungen in der Verglasung versehen, durch die bunt das Sonnenlicht ins eher weiß und schlicht gehaltene Innere fällt. Der Raum ist sehr hoch und mit einer hölzernen Tonnendecke nach oben abgeschlossen. Die Kanzel ist mit Schnitzereien verziert, der Taufstein ergänzt farblich die lichte und helle Gestaltung seit der jüngsten Renovierung.


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