Schönenberg (Ruppichteroth)

Schönenberg ist der Nachbarort von Ruppichteroth. Der Ortsname Schönenberg stammt der Legende nach von dem Ausruf „Oh, du schöner Berg!“ ab. Das jedenfalls soll der Ritter Dietrich von Broel ausgerufen haben, als er von einem Kreuzzug zurückkam. Schönenberg taucht erstmals 1512 in den Geschichtsurkunden auf: Als Standort der Pfarrkirche St. Maria Magdalena.

Die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena liegt auf einem Bergsporn über dem Tal der Bröl. Der Grundstein für den Kirchenbau wurde 1874 gelegt. Sie wurde in nur neun Monaten errichtet und 1876 eingeweiht. Sehenswert sind die Kunstwerke im Inneren der Kirche: der St. Joseph Altar im Südschiff, der Marienaltar im Nordschiff von ca. 1520 und der Taufstein von 1893.

Ein weiterer Sakralbau, die Kirche Maria, Hilfe der Christen, sieht älter aus, als sie ist. Sie wurde erst 1994 im neuromanischen Baustil errichtet und gehört zum drei Jahre zuvor von der Piusbruderschaft gegründeten St. Theresien Gymnasium.

Westlich von Schönenberg und nördlich des Dorfes Hänscheid liegt der bedeutendste Orchideenwald des Bergischen Landes: Das Naturschutzgebiet Wälder auf Kalk. Es umfasst auf fast 10ha Fläche ein vom Kalkabbau geprägtes Gebiet mit Steinbruch, Höhle und Stollen, das geschützten Arten einen idealen Lebensraum bietet. Unter anderem gibt es hier Perlgras-Buchenwald und Orchideen-Buchenwald sowie Enzian-Schillergrasrasen.