Saarbrücken-Burbach

Burbach liegt nördlich der Saar und ist ein Gebiet, der stark von dem Strukturwandel der ehemaligen Stahl- und Kohleregion betroffen ist. Kohle und Stahl ließen ab dem 18. Jahrhundert die Wirtschaft Ort aufblühen und die Stahlkrise in den 1970er Jahren brachten den Herbst in den Ort, wo der Burbach in die Saar mündet.

Wichtigstes Werk vor Ort war im 20. Jahrhundert die Burbacher Hütte. Bis zu 6.000 Menschen schafften. 1971 wurde die Burbacher mit der Völklinger Hütte fusioniert und 1982 kam auch noch das Neunkircher Eisenwerk dazu und es entstand die ARBED Saarstahl, aus der später die Saarstahl AG hervorging, die heute noch in Burbach ein Werk unterhält.

Ein prächtiger und auffallender Bau in Burbach ist in der Odilienstraße die Herz-Jesu-Kirche. Sie wurde 1914 als neoromanische Basilika mit einer Doppelturmfassade sowie einem breiten Mittelteil erbaut. Sehr schön ist auch das große runde Maßwerkfenster in der Mitte. Die zwei schlanken Türme sind dreigeschossig. Auffallend ist ihr mächtiger Vierungsturm mit Ecktürmchen, der sich von Innen in einer runden Kuppel zeigt.

Zwischen Füllengarten und Burbach-Mitte ragt das Fördergerüst des Alsbach-Schachts ins Panorama. Der Schacht wurde 1954 als Teil der Grube Luisenthal abgeteuft. Das Fördergerüst wurde bereits 1916 als englischer Bock gebaut und stand über dem Steinbach-Schacht der Grube Von der Heydt und zog dann 1953 hierher um.

Folgt man dem kleinen Burbach aufwärts in Richtung Von der Heydt, kommt man zum Burbacher Waldweiher. Der Waldweiher ist 7ha groß und wurde in den 1960er aufgestaut, um ein Naherholungsgebiet zu erschließen.

Benachbart zu Burbach liegt der Saarbrücker Stadtteil Malstatt und in der Waldstraße steht die Villa Weisdorff mit der Burbacher Hütte in Verbindung. Die Villa mit Park war Wohnsitz eines Generaldirektors der Röchling-Burbacher Eisenwerke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Villa als Konsulat von Luxemburg genutzt. Seit den frühen 1980ern wird sie privat bewohnt.

In Malstatt steht die katholische St. Josef Kirche aus dem Jahr 1910 im Stil der Neugotik. Auffallend ist ihr Turm mit dem kurzen Dachabschluss. Der Turm war früher einmal 75m hoch und kommt heute noch auf 48m.

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