Rundwanderweg Neue Erft und alte Gemäuer (Erftaue)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Stunde 11 Min.
Höchster Punkt: 88 m
Tiefster Punkt: 78 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Einer der Themenwanderwege, die vom RegioGrün-Projekt im Landschaftsschutzpark Erftaue eingerichtet wurde, ist der Rundwanderweg Neue Erft und alte Gemäuer. Wie alle drei Touren des RegioGrün-Projekts startet auch diese kurze Runde an der Gymnicher Mühle.

Die Gymnicher Mühle, die erstmals im 14. Jahrhundert genannt wurde, wird heute u.a. als Naturparkzentrum für den Naturpark Rheinland genutzt. Das Zentrum informiert insbesondere zum Landschaftspark Erftaue, der Auen- und Bördenlandschaft entlang der Erft zwischen Kerpen und Erftstadt, der als dritter Kölner Grüngürtel gelten kann.

Von der Gymnicher Mühle geht es über die Alte Lindenallee und durch die weiten Ackerflächen zum Schlosspark Gymnich. Schloss Gymnich wurde als Wasserburg im 14. Jahrhundert begründet. Bekannt wurde Schloss Gymnich als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland. Von 1971-90 wurden auf Schloss Gymnich zahlreiche Politiker empfangen. U.a. fand hier 1989 auch ein Geheimtreffen statt, dass zur Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze und damit auch zum Fall der Mauer führte.

Später wurde Schloss Gymnich noch einmal bekannt – als Wohnsitz der Kelly Family. 1998 kaufte Familienpatriach Dan Kelly Schloss Gymnich und die Großfamilie wohnte dort bis zu seinem Tod 2002. Seit 2012 ist das Schloss in neue Hände gelangt und soll als Hotel hergerichtet werden.

Unser kurze Tour führt über die denkmalgeschützte Johannisbrücke mit der Nepomukfigur und erreicht schließlich den als Kleine Erft bezeichneten historischen Flussverlauf der Erft. Dabei kann man gute Einblick Ausblicke in das Renaturierungsgebiet der Erft genießen. Der Fluss wird hier aus dem regulierten Erftflutkanal komplett in ein neues Gewässerbett geleitet. Die Neue Erft wird sich, gesäumt von Weiden, Eschen und Erlen, in ihrem neuen, selbst gesuchten Flussbett durch Wiesen und Weideflächen schlängeln und gleichzeitig einen Lebensraum für die auentypische Flora und Fauna bieten.

Bildnachweis: Von Achim Raschka [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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