Rundwanderung vom Kurpark Bad Aibling zur Heilig-Kreuz-Kirche Berbling


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑216m  ↓216m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Mangfalltal westlich des Chiemsees breitet sich Bayerns ältestes Moorheilbad aus: Bad Aibling, mit Kurpark und Thermen. Die Kur-Runde wird uns nach Berbling und an den Weiherbach, südlich von Bad Aibling führen. Übrigens erhielt die Gemeinde ein Zertifikat als „Allergikerfreundliche Kommune“ – Niesnasen welcome.

Beim Kurhaus am Wilhelm-Leibl-Platz, an der Glonn und nah dem Kurpark, könnten wir uns zu Beginn einen ersten Einblick im Heimatmuseum von Bad Aibling verschaffen. Das einstige Armenhaus stammt aus der Zeit um 1800. Das farbige Fresko stellt den Markt Bad Aibling um 1700 dar. Im Heimatmuseum sind Werkstätten und eine Bauernstube zu sehen, in der der Maler des Realismus, Wilhelm Leibl (1844-1900) gewirkt hat.

Beim Kurpark Bad Aibling geht’s an der Voliere vorbei, über die 26km lange Glonn und an der Bahnstrecke Holzkirchen-Rosenheim entlang, das Gleisbett liegt links von uns. Zwischen Realschule und Jugendzentrum queren wir die Bahn und wandern mit Bäumen und Bebauung. Es geht über den künstlich angelegten 12km langen Triftbach und die Mangfall (58km) und über den Mühlbach, im Stadtteil Willing. Links sehen wir die barocke Kirche St. Jakobus. Ihr Turm ist im Kern mittelalterlich, damals war das Pfarrdorf Rastplatz am Jakobsweg.

Die Strecke zwischen Mangfall und Feldbach nehmen wir auf dem Rückweg erneut. Wir kommen über den Feldbach und biegen nach rechts in den Pointackerweg, von dem in die Mitterhamer Straße und durch die Feldflur nach Berbling. In Berbling fällt die katholische Pfarrkirche Heiliges Kreuz durch ihren hübschen und prägenden Turm ins Auge. Auch die Innenansicht sollte man sich nicht entgehen lassen: Stuck, Fresken, Schnitzerei an den Bänken, sehr schön komponiert! Wilhelm Leibl malte hier 1881 „Die drei Frauen in der Kirche“. Das Originalgemälde ist in der Hamburger Kunsthalle zu sehen, die Bänke in Original in Berbling.

Wir wandern aufwärts mit Wald, Wiesen und schönen Aussichten ins Oberbayerische Alpenvorland. Wir kommen auf der Heinrichsdorfer Straße nach Köckbrunn, biegen in der Höhenlage nach Fachendorf, per Gröbener Straße geht’s abwärts nach Gröben und am Löschweiher des Weiherbachs vorbei. Wir drehen eine Schleife durch Haslach, lassen Berbling dann links liegen, durchstreifen die Feldflur und treffen auf den bekannten Abschnitt zwischen Feldbach und Mangfall.

Nach Mangfallquerung halten wir uns rechts, wandern mit ihrem Ufer zur rechten, biegen nach links in die Willinger Straße. Nächstes Geleit gibt die Triftbachstraße, dann der Triftbach. Ziel sind die Therme Bad Aibling nebst Eishalle, wo wir den Triftbach queren und ihm dann bis zu seiner Mündung in die Mangfall folgen. Nahebei kommt auch die Glonn hinzu. Dazwischen, im kleinen grünen Dreieck, ist die Bad Aiblinger Kajak-Welle, eine sogenannte Spielstelle für Paddler. Wir spazieren mit der Glonn in den Kurpark, „spielen“ im Duft- und Tastgarten, erkunden den Moorgarten oder schauen aufs Wasser des Irlachweihers.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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