Bad Aibling Stadtrundgang


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑55m  ↓55m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bad Aibling liegt westlich von Rosenheim im Mangfalltal und ist Bayerns ältestes Moorheilbad. Bad Aibling erhielt als elfte Gemeinde in Deutschland das Zertifikat „Allergikerfreundliche Kommune“. Viele Betriebe in der oberbayerischen Kurstadt haben sich auf Gäste mit Allergien eingestellt, vom Bett bis zu Tisch.

Unser Rundgang führt uns an einigen historischen Baudenkmälern vorbei. Zum Beispiel Schloss Prantshausen, Kirchzeile und Heimatmuseum. Wir treffen auf die Glonn, den Kurpark Bad Aibling mit dem Irlachweiher sowie auf die Mündung der Glonn in die Mangfall.

Am Bahnhof Bad Aibling starten wir in die Bahnhofstraße und begegnen der Glonn. Die hat ihre Quelle in Glonn (Landkreis Ebersberg) und fließt nach 29km in die Mangfall. Bereits in der Bahnhofstraße sehen wir einige Baudenkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Wir gehen in die Schmiedgasse, überqueren die Glonn und finden uns in der Färbergasse wieder, überqueren den Mühlbach und kommen in die Hofmühlstraße, in die wir links einbiegen. Ziel ist das einstige Schloss Prantseck aus dem 16. Jahrhundert. Der frühere Adelssitz war auch einmal eine Kurklinik. Der Schlosspark wurde im 19. Jahrhundert angelegt.

Wir kommen in die Straße Hofberg, mit der schmucken Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Sie zeigt sich mit Zwiebelturm und stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Was barock anmutet, kam Mitte des 18 Jahrhundert.

Jetzt folgen wir der denkmalgeschützten Kirchzeile mit Wohn- und Geschäftshäusern aus dem 17./18. Jahrhundert. Ein Beispiel für den oberbayrischen Stil mit dem vorgezogenen Satteldach ist das Marktschreiberhaus (Hausnummer 13). Es zeigt Bemalungen und aufwändig gestaltete Erker.

Am Marienplatz, dem zentralen Ort in Bad Aibling, steht die St. Sebastian Kirche aus dem Jahr 1768. Sie ist in die Zeile am Platz integriert und ihr Turm erhebt sich dahinter. Im Inneren ist sie reichhaltig ausgeführt.

Am Marienplatz, gleich neben der Kirche, ist der ehemalige Freihof Prantshausen, auch Schloss Prantshausen genannt. Das zweigeschossige Gebäude mit Volutengiebel stammt in den Grundfesten bereits aus der Zeit der Merowinger (um 600). Hier soll der selige Rathold von Aibling geboren worden sein, so um 900. Ein Wandbild zeigt ihn an der Nordfassade.

Wir schlendern durch die Irlachstraße in Richtung Heimatmuseum Bad Aibling am Wilhelm-Leibl-Platz. Das einstige Armenhaus unter einem großen Walmdach stammt aus der Zeit um 1800. Das farbige Fresko stellt den Markt Bad Aibling um 1700 dar. Im Heimatmuseum sind Werkstätten aufgebaut und eine Bauernstube, wo der Maler Wilhelm Leibl gewirkt hat.

Im Anschluss spazieren wir durch den Kurpark Bad Aibling mit Glonn und Irlachweiher, überqueren die Bahn und werden Zeuge, wie die Glonn sich in die Mangfall erleichtert. Durch die Spitzkehre geht es auf den Rückweg, vorbei an der Stelle wo der Triftbach sich der Mangfall anvertraut. Entlang ihres Laufs geht es zu den Thermen und durch die Lindenstraße zurück.

Bildnachweis: Von Allie_Caulfield [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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