Rundwanderung vom Kloster Schäftlarn durch die Isarauen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑220m  ↓220m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Kloster Schäftlarn und das Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz stehen heute auf dem abwechslungsreichen Plan. Die Runde erstreckt sich im nördlichen Teil des 1.663ha großen NSGs im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit dem wilden Lauf der Isar.

Die ersten rund 6km verbringen wir in den Isarauen. Start ist der Parkplatz an der Klosterstraße, südöstlich vom Kloster Schäftlarn, das wir am Schluss besichtigen wollen. Wir sind jetzt an der Isar und passieren die Dürnsteiner Brücke, die die Isar überspannt. Östlich fließt der Isarwerkkanal und zwischen beiden Wasseradern liegt das Gasthaus zum Bruckenfischer.

Wir wandern am Ufer des Isarwerkkanals und mit der NSG-Grenze in südlicher Richtung zu den Fischweihern in Aumühle. Der Weiler Aumühle (Gemeinde Egling) liegt am Mühltalkanal, der ist ein Kraftwerkskanal zwischen Wolfratshausen und Grünwald, zwischen dem Ickinger Wehr und dem Isarkraftwerk Mühltal. Zum Ickinger Weiher kommen wir noch. An Ort uns Stelle könnte man im Gasthaus Aumühle einkehren und fangfrischen Fisch der benachbarten Fischzucht verspeisen.

Der von Schilf umgebene Ickinger Weiher, auch Eisweiher oder Ickinger Stausee genannt, ist zwischen Isar nördlich und Mühltalkanal südlich gebettet, auf rund 1km Länge und nur 260m Breite, am Südufer trifft man schon mal auf Nackedeis.

Unsere Südkurve ist am Ickinger Wehr, wir queren die Isar und den kleinen Auenbach. Es geht bergan, westlich liegt Icking, wir umgehen das kleine Holzen leicht abwärts, wandern nochmal aufwärts, mit Wald und Wiesen und kommen an Ostrand von Ebenhausen nach etwa 10,5km gesamt auf 663m, am Rodelweg.

Jetzt geht’s durch den Wald ins Tal zum Kloster Schäftlarn, davor an Maria Rast vorbei, einer kleinen, offen gestalteten Holzkapelle (um 1870). Das Kloster Schäftlarn ist eine Benediktinerabtei, die im 8. Jahrhundert ihre Wurzeln hat. Nach wie vor leben hier Benediktiner nach 1.500 Jahre alten Regeln mit urbi et orbi.

Es gibt ein Gymnasium und ein Internat, die Mönche betreiben Forstwirtschaft, eine Destille und Imkerei, es gibt Konzertveranstaltungen und den Prälatengarten mit Rosen und Lavendel, gegliedert durch Stauden und Buchs beispielsweise. Ein Klosterkräutergarten fehlt auch nicht, ebenso wie ein Klosterladen, Kunst und Gastronomie.

Bildnachweis: Von Rufus46 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link