Rundwanderung vom Felsendorf Tüchersfeld zur Kühloch-Höhle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑210m  ↓210m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Ort in der Fränkischen Schweiz, den man gesehen haben muss, ist das Felsendorf Tüchersfeld im Püttlachtal nahe Pottenstein und Gößweinstein. Es ist wahrlich imposant, wie sich die menschlichen Ansiedlungen in die urgewaltigen Felsen zu klammern scheinen.

Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist unter anderem das Fränkische Schweiz Museum im Judenhof, einem Ensemble aus Fachwerkhäusern des 18. Jahrhunderts. Die abwechslungsreiche Wanderung beginnen wir nördlich des Ortskerns von Tüchersfeld, auf einem Parkplatz an dem Sträßchen, das von Tüchersfeld nach Rackersberg führt.

Durch erst offene Landschaft und dann Waldgebiet wandern wir zum Kühloch bei Rackersberg. Das Kühloch ist eine Höhle, die man gefahrlos selbst erkunden kann, sie hat zwei Eingänge und eine große Halle, in der einladend eine Bank auf uns gewartet hat. Auch die Karsthöhle Pferdsloch liegt auf unserem Weg. Vielleicht hat die Durchgangshöhle ihren Namen daher, weil ein Pferd dort hindurchgehen kann.

Wir wandern abwärts durch teils offene Kulturlandschaft und auch wieder aufwärts mit Baumbegleitung. Dann geht es auch wieder zwischen Äckern, Feldern und Wiesen weiter nach Kohlstein, einem Teil der Gemeinde Gößweinstein, mit der Burg Kohlstein (privat, nicht zu besichtigen) auf einem Felsenhügel. Man sieht einen Treppenturm mit Welscher Haube. Die Burg Kohlstein entstand um 1485, wurde im Bauernkrieg zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

Wir gelangen an die Püttlach hinunter, die wir bei der B470 einmal überqueren und dann ihrem Lauf folgen. Auf der anderen Flussseite erheben sich die Felsen der Intensivstation Tüchersfeld. Die Intensivstation ist ein Sportcamp und Seminarhaus im Frankenjura, bietet Klettern und Bouldern. Bouldern ist das Klettern ohne Kletterseil und Gurte an Felsblöcken.

Wenn wir die Püttlach und die Bundesstraße queren, sind wir im Felsendorf Tüchersfeld mit dem beeindruckenden Felsenpanorama. Tüchersfeld ist geprägt von den Resten der Felsenburgen Obertüchersfeld, mit einer Aussichtsplattform und Niedertüchersfeld, die auf den Felsnadeln gestanden haben. Ihre Entstehungszeit wird mit dem 13. Jahrhundert angegeben.

Das malerische Ensemble des ehemaligen Judenhofs schmiegt sich in die Felskulisse – der ganze Ort könnte eine Freilichtbühne sein! Das schmucke Fränkische Schweiz Museum in den historischen Fachwerkhäusern, auch die alte Synagoge ist Teil des Museums, zeigt ein breites Spektrum von der Archäologie über das Leben der Menschen in der Region, ihr Arbeiten und ihren Glauben. Die katholische Herz-Jesu-Kirche in Tüchersfeld dagegen ist, baulich betrachtet, das Küken, denn sie entstand erst 1951 und schmiegt sich mit ihrem Turm an ein anderes Gebäude. Über die Aussichten am Zeckenstein wandern wir zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Edbruynzeels [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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