Rundwanderung Klosterlandschaft Heisterbach (Siebengebirge)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑333m  ↓333m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung ist eine Empfehlung der Wanderfibel Königswinter. Start ist am Parkplatz der Klosterlandschaft Heisterbach. Das Kloster Heisterbach wurde von Mönchen des Eifeler Klosters Himmerod 1189 zunächst auf dem Petersberg (331m), einem der sieben Gipfel des Siebengebirges, gegründet. 1202 erfolgte der Umzug ins Heisterbachtal.

1237 wurde die Klosterkirche im Kloster Heisterbach fertiggestellt, die 88m lang und 44m breit war und damit hinsichtlich der Größe damals nur vom Kölner Dom übertroffen wurde. 1803 wurde das Kloster Heisterbach aufgehoben und viele der Gebäude abgebrochen und die Steine für andere Bauten – u.a. die Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz – genutzt. Erhalten geblieben ist die Ruine des Chors der mächtigen Klosterkirche.

Von der Klosterlandschaft Heisterbach wandert man im Uhrzeigersinn zum Weilberg (247m). Hier wurde früher Basalt gebrochen. Übrig geblieben ist u.a. ein kleiner See, der malerisch im Krater des ehemaligen Vulkans liegt. In der Nähe passieren wir eine Gedenktafel, die an den Mineralogen Hugo Laspeyres erinnert, der am Weilberg geforscht hat.

Nachdem die Landstraße nach Oberdollendorf passiert ist, wandert man hinauf zum Stenzelberg (287m). Der Stenzelberg wurde seit dem 11. Jahrhundert als Steinbruch genutzt. Die hier abgebauten Gesteine wurden z.B. für die Propsteikirche in Oberpleis und das Bonner Münster genutzt. Der Steinbruchbetrieb endete 1931. Nach Stilllegung der Brüche hat sich am Stenzelberg eine charakteristische Landschaft entwickelt, die die besondere Flora und Fauna eines Trockenbiotops bietet.

Vorbei am bekannten Einkehrhaus Waidmannsruh, das 1926 als Blockhaus im Heimatschutzstil errichtet wurde und eine wesentliche Bedeutung für die touristische Entwicklung im Siebengebirge hatte, erreicht man den Nonnenstromberg (335m) und einen Aussichtspunkt mit schöner Sicht auf den Großen Ölberg (460m), den höchsten Gipfel im Siebengebirge.

Weiter geht die Wanderung zum Petersberg. Hier residierte 1949-52 die Alliierte Hohe Kommission, mit der Bundeskanzler Konrad Adenauer das Petersberger Abkommen schloss, ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer souveränen Bundesrepublik Deutschland. Von 1955-69 und wieder seit 1990 dient das Grandhotel auf dem Petersberg als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland, das in unregelmäßigem Abstand Stätte von nationalen wie internationalen Konferenzen ist.

Vom Petersberg erfolgt der Abstieg nach Oberdollendorf. Es geht ein Stück über den Rheinsteig und dann hinab in den Ort, wo wir auf das Hofgut Sülz treffen. Das Hofgut Sülz wurde erstmals im 10. Jahrhundert als Weingut erwähnt. Die heutigen Gebäude entstanden im 17. Jahrhundert und wurden im 19. Jahrhundert erweitert. Seit den 1960er Jahren wird nicht mehr Wein geerntet, sondern in einer Wirtschaft ausgeschenkt.

Von Gut Sülz wandern wir schließlich durch die Weinberge wieder auf den Rheinsteig und folgen dem beliebten Fernwanderweg zurück zum Ausgangspunkt an der Klosterlandschaft Heisterbach.


Diese Wanderung wurde als winterwanderbar ausgezeichnet. Winterwanderbar sind Wanderungen, die man auch bei schlechtem Wetter empfehlen kann. Die Auswahl von winterwanderbaren Wanderwegen erfolgt u.a. durch den Erlebniswert der Wanderstrecke. Auch Wegbeschaffenheit und touristische Infrastruktur sind wesentliche Eigenschaften für die Vergabe des Prädikats.

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