Rundwanderung über den Heimberg zu Granetalsperre und Schäderbaude (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑471m  ↓471m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wolfshagen im Harz ist ein Ortsteil der Stadt Langelsheim. In Wolfshagen im Harz erblickte 1797 Heinrich Engelhardt Steinweg das Licht der Welt. Da klingt noch nichts? Der Mann zog in die Welt und wurde als Klavierbauer Henry E. Steinway berühmt. An den berühmtesten Sohn erinnert heute u.a. der Steinway-Trail.

Der Luftkurort Wolfshagen liegt malerisch im Oberharz, westlich ist die Innerstetalsperre und östlich die Granetalsperre, wo wir hinwandern werden. Unser Auto steht auf dem Parkplatz beim Gowische-Park in Wolfshagen. Wir gehen südwärts, wo sich die Runde nach dem Sattlersteig öffnet und wir uns links halten.

Der Heimbergsweg führt uns um den Heimberg (353m). Der Heimberg besteht aus sogenanntem Diabas, ein basaltisches prä-permisches Ergussgestein mit hoher Dichte, graugrünlich schimmernd. Schon in der Steinzeit wurde Diabas zur Herstellung von Werkzeugen eingesetzt. Bildhauer verwenden den Stein ebenso gerne wie Baumeister. Der Steinbruch am Heimberg wurde rund hundert Jahre bis 1986 betrieben und nach Stilllegung renaturiert und man kann sich hier einen Stempel für die Harzer Wandernadel holen.

Wir biegen in den Fosseckenweg, von dem in den Misplietweg, der über den Dittmarsberg (389m) leitet. Danach macht die Strecke eine kleine Kurve und wir kommen an der Dittmarsberg-Quelle vorbei.

Die Granetalsperre erstreckt sich links von uns. Mit 219ha Wasserfläche ist die Granetalsperre die viertgrößte Talsperre im Harz. Mehrere Gewässer vereinen sich in ihr: die Grane, das Nass aus Oker- und Innerstetalsperre. Da das Wasser der Granetalsperre von Mensch wie Tier getrunken wird, ist als Freizeitvergnügen nur das Gucken beim Umrunden erlaubt.

Wenn wir rund 5,8km gegangen sind, nehmen wir immer weiter Abstand zur Talsperre und gewinnen an Höhe. Es geht zur Stummeleiche am Krähenberg, wir „kraulen“ eine Flanke vom Mauserücken und der Weg Sommerbergstraße bringt uns zur Höhe Altarköpfe, an der die Quelle im Saukötental und kurz später die Schutzhütte Sommerberghütte liegt. Nach etwa 10,5km sind wir bei 537m an der höchsten Stelle der Runde. Wir haben schöne Ausblicke.

Der nächste Begriff, auf den wir häufiger stoßen werden ist Schäder. Die Höhe Schäder (436m) stand Pate für die Schäderhütte (Schutzhütte) und die Schäderbaude, einer Vereinshütte am Bauerholzbach mit Spielplatz.

Wenn sich der Wald etwas zurücknimmt, sind wir auf dem direkten Weg nach Wolfshagen im Harz, das sich um die evangelische St. Thomas Kirche gruppiert. Die Kirche im barocken Stil ist ungewöhnlich, nicht nur durch die letzte Sanierung und als offene Kirche kann man sie besichtigen.

Bildnachweis: Von B.Thomas95 [GFDL] via Wikimedia Commons

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