Rundtour zum Huzenbacher See (und durchs Kleemiss-Hochmoor)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑820m  ↓820m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im nordöstlichen Teil des Nationalparks Schwarzwald liegt der Huzenbacher See. Der zugehörige Ort Huzenbach gehört zur Gemeinde Baiersbronn, das südlich der Runde ist. Hier ist ein Wanderwege-Eldorado! Stichwort: Baiersbronner Himmelswege.

Genug Proviant für einen Wandertag haben wir einstecken, wenn wir am Waldparkplatz beim Zeltplatz Hahnbrunnenwiese im Schönmünztal starten. Die ersten 3,8km, bis zum bewaldeten Großhahnberg (938m), geht’s aufi. Über die Wiesenlandschaft queren wir den Hahnbrunnen, gehen mit der Nationalparkgrenze und dem Eurichsteich ein Stück, queren den Bach und sind auf dem Tonbachsträßle. Die Morgensonne blinzelt durch den Mischwald.

Bei der Stumpmisshütte nehmen wir den Großhahbergkopfweg zum Großhahnberg. Der nordöstliche Kleinhahnberg hat nur 899m. Am Weg bietet die Fürstenhütte Schutz oder die nächste, die Huzenbacher Seeblickhütte mit Himmelsliege und Aussichtspunkt.

In Schleifen wandern wir zum Huzenbacher See, der einst auch zum Holzflößen genutzt wurde, dabei streifen wir einen Teil des Hochmoorgebiets Kleemiss. Unser System sagt, es gäbe an der Route einen Seltenbach-Wasserfall – als wir da sind, ist er nicht da, weil er wohl selten Wasser hat. Endlich mal einer der hält, was er sagt.

Der wundervolle und romantische Huzenbacher See ist ein Karsee aus der Eiszeit. 60 dieser Seen soll es in der Baiersbronner Ecke gegeben haben. Gletscher rieben sich am Buntsandstein, Karwände entstanden, Vertiefungen füllten sich mit magisch schimmerndem Wasser. Der Huzenbacher See, max. 8m tief, ist zur entsprechenden Zeit (meist im Juli) mit gelben Teichrosen gesprenkelt. Aufschwemmungen bilden kleine Inselchen. Die Eiszeit-Tour zum Huzenbacher See und die Romantik-Tour durchs Schönmünztal sowie der Baiersbronner Seensteig (Etappe 5) haben den Huzenbacher See auch an der Strecke.

Wir gehen den Kleemisshaldenweg, kommen an der Graner Hütte vorbei, sind außerhalb des Nationalparks, gelangen über einen Aussichtspunkt, wandern etwas talwärts und sind im Kammerloch bei der Kammerlochhütte, nun wieder im Nationalpark. Im Zickzack aufwärts führt der Wasserfallweg zur Kleemisshütte, südlich ist der Tobelwald.

Per Kleemissweg kommen wir zum Plonteich, haben 13km Strecke geschafft, und wandern auf dem Salzleckenweg zur Überzwercher Berghütte (860m), wo wir in einem spitzen Winkel ins Tonbachsträßle abbiegen. Die Saatschulhütte ist von einer Lichtung umgeben, wir wandern mit dem Hahnbrunnen und kommen zum Zeltplatz.

Bildnachweis: Von Hajott59 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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