Eiszeit-Tour zum Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald (Baiersbronner Himmelswege)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 45 Min.
Höchster Punkt: 930 m
Tiefster Punkt: 487 m
Baiersbronner Himmelsweg Eiszeit-Tour

Ein Teilort von Baiersbronn ist Huzenbach, Start und Ziel der heutigen Rundwanderung. Der Weg bringt uns durch die Täler am Seebach und am Tobelbach, beide Bäche münden in die Murg, die Huzenbach östlich berührt.

Die Eiszeit-Tour bringt uns zum Huzenbacher See, einem Karsee aus der Eiszeit. Es soll in der Region Baiersbronn einst sechzig Karseen gegeben haben, entstanden aus Gletschern, die sich in den Buntsandstein gegraben und die steilen Karwände gebildet haben. Die Tour, die uns auch an Wasserfällen und Holländer-Tannen vorbeiführt, ist mit einem grünen Eiskristall gekennzeichnet.

Wir starten südlich auf dem Parkplatz Roter Rain im 1289 erstmals erwähnten Huzenbach und gehen gegen den Uhrzeiger. Dann geht es in nördliche Richtung durch die Straßen Holderbach, Liebberg und den Tobelweg an den Seebach, dem wir zunächst in westlicher Richtung und dann gen Südwesten folgen. Dabei kommen wir am Rossbrunnen vorbei. Es geht bergauf. Von etwa 530m beim Start sind wir nach etwa 4,7km auf rund 804m und am Huzenbacher See.

Den Huzenbacher See zieren als Besonderheit gelbe Teichrosen, deren Blüte man bis circa Ende Juli bewundern kann. Wir umrunden den Huzenbacher See am Fuße des nordwestlich sich erhebenden Großhahnbergs (938m). Nach der Seeumrundung erwartet und ein steiler Anstieg über einen Pfad und an einem kleinen Wasserfall vorbei. Wir erreichen auf dem Stück die Höhe von 930m, bevor es wieder bergab geht.

Nach etwa 6,5km gesamt gelangen wir zum Pavillon am Huzenbacher Seeblick. Wir genießen bei einer kleinen Rast die fantastische Aussicht über den See, der eine Tiefe von bis zu 8m aufweist.

Nun gehen wir durch das Hochmoorgebiet Kleemiss in östlicher Richtung. Anschließend südlich zur Kleemisshütte. Weiter durch den Wald und durch das Kammerloch erreichen wir absteigend den Tobelbach in seinem Tal.

Die riesigen Weißtannen nennt man hier aufgrund ihrer Größe auch Holländer-Tannen. Huzenbach war einst durch Holzfällerei geprägt und als Holländertannen wurden jene Tannen bezeichnet, die vom Schwarzwald aus bis nach Amsterdam exportiert wurden. In der Holzwirtschaft wurde das Nadelholz auch Schwarzholz genannt, so gaben die vorwiegend Weißtannen dem Schwarzwald ihren Namen.

Wir begegnen den Tobelbach-Wasserfällen, auch Dobelbach- oder Kammerlochfälle genannt, der über vier Hauptstufen ins Murgtal fallen. Den Tobelbach begleiten wir auf rund 1,5km der Wanderung und kommen zurück nach Huzenbach, wo wir ein Stück der Murg folgen, bevor wir zum Ausgangsort zurückkehren.

Bildnachweis: Von Megatherium [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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