Rundtour vom Dreisessel durchs Steinerne Meer und zur Teufelsschüssel


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑575m  ↓575m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Dreisesselberg (1.333m) ist das ganze Jahr hindurch ein sehr beliebtes Ausflugsziel, gut erschlossen und „sagenhaft“. Der Dreisessel im Landkreis Freyung-Grafenau erhebt sich südöstlich der Gemeinde Haidmühle, von hier aus sind es Luftlinie rund 370m bis nach Tschechien.

Auf dem Gipfel des Dreisessels ist der charakteristische Hochstein. Eine Steintreppe führt durch die Granitfelsen, die wie drei Sessel beisammenstehen. Dreisesselberg heißt übrigens auf Tschechisch: Třístoličník. Unser Grenzübertritt bleibt aber in unserem Sprachraum und führt uns in einer kleinen Schleife durch Österreich.

Von Frauenberg aus erreichen wir über die Straße FRG 13 den Dreisessel und den Parkplatz. Wir sehen einen Gedenkstein für den in Böhmen geborenen Adalbert Stifter (1805-1868), der dieser Region in seiner Erzählung „Hochwald“ ein literarisches Denkmal setzte. Wer noch Starthilfe braucht, besucht den Berggasthof Dreisessel.

Wir nehmen den Adalbert-Stifter-Steig durchs Naturschutzgebiet Hochwald. Der Adalbert-Stifter-Steigt folgt der Deutsch-Tschechischen-Grenze. Die Erzählung Hochwald handelt von einer Liebe eines Mannes zu einem Mädchen gegen den Willen ihres Vaters, einem Burgherrn, und spielt vor der Kulisse des Dreißigjährigen Krieges. Der Mann kämpft um die Liebe, gewinnt mit seiner Strategie in einem Fall und am Ende … Wir jedenfalls bleiben auf der Höhe und gelangen zum Geotop Steinernes Meer im Pleckensteiner Wald.

Der Pleckensteiner Wald ist ein 13 Quadratkilometer großer Staatsforst im Grenzgebiet des Dreiländerecks Deutschland-Österreich-Tschechien sowie Bestandteil des Naturparks Bayerischer Wald. Die Blockfelsen Steinernes Meer am Plöckenstein sind darin wiederum ein schutzwürdiges Geotop. Wir genießen die Aussichten und machen einen Talschlenker nach Österreich, nachdem wir etwa 4,1km Wanderung hinter uns haben.

Im Nachbarland halten wir uns für rund 3,5km auf, wobei wir dort eine Lichtung namens Teufelsschüssel queren, Oberschwarzenberg streifen und über die Straße Schwarzenberg zur Grenze gelangen.

Wieder im Lande sind wir im Gebiet der Gemeinde Neureichenau und kommen durch den nördlichen Teil von Riedelsbach sowie an den Rand von Schimmelbach. Nächste Lichtung ist die Michelklause mit Weiher und Bebauung. Dann geht es zum felsigen Klausgupf-Alpenblick (929m) hinauf und nach weiteren 4,3km mit Aufstieg können wir uns bei den Dreisesseln ausruhen.

Bildnachweis: Von High Contrast [CC BY 3.0 de] via Wikimedia Commons

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