Hochwald-Runde vom Dreisesselberg zum Steinernen Meer am Plöckenstein


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑320m  ↓320m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Wanderung beginnt nah am Dreisesselberg (1.333m), nämlich auf dem Wanderparkplatz am Ende der Straße die über den Rollmansberg und aus Frauenberg herankommt. Wir sind schon oben, wollen aber noch höher hinaus entlang der Grenze um den Hochwald und zum Steinernen Meer sowie über den Adalbert-Stifter-Weg. Allzu bequem machen wir es und also noch nicht auf dem Dreisessel am Hochstein. 

Wir gehen erstmal talwärts um den Hochwald. „Der Hochwald“ war eine Erzählung von Adalbert Stifter, die 1842 erschien und über eine Liebesgeschichte mit ungutem Ausgang berichtet. Unser Hochwald, dessen Grenzverlauf wir folgen, ist ein Naturschutzgebiet von knapp 269ha und zeigt sich in hoffnungsfrohem Grün, oft zumindest. Wenn wir rund 4,2km gegangen sind, sind wir ganz nah an der Grenze zu Österreich.

Dann geht es steil hinauf zum Geotop Steinernes Meer unterhalb des Gipfels des Bayerischen Plöckensteins (1.364m). Wir sehen am Hang liegenden, teils recht große Granitblöcke verteilt. Wir genießen zahlreiche Aussichten in die Umgebung des Bayerischen- und Böhmerwaldes. Bei Föhneinfluss kann man sogar die Alpen sehen.

Dem böhmischen Schriftsteller Adalbert Stifter ist der Adalbert-Stifter-Steig gewidmet, den wir dann erkunden können. Der bekannte Schreiber des Biedermeier war als Naturliebhaber bekannt. An dem ihm gewidmetem Weg finden sich Einblicke in seine teils ausschweifenden Beobachtungen.

Der Bayerische Plöckenstein, Trojmezná hora, erhebt sich 1.364m rechterhand. Wir nähern uns dem Berggasthof Dreisessel sowie dem Hochstein gleich dahinter. Der Dreisesselberg misst 1.333m. Der charakteristische Hochstein mit der sagenhaften Felsformation ist über eine Steintreppe zu erreichen. Obendrauf steht ein Kreuz. Ringsrum ist eine Johann-Nepomuk-Neumann-Kapelle sowie eine Höhle. Dass man von hier oben so gut und weit gucken kann, hat der Borkenkäfer zu verantworten. Jetzt kann statt Monokultur-Tannen wieder ein Bergmischwald heranwachsen.

Auf den drei Sesseln saßen übrigens drei Prinzen, die sich am Dreiländereck „den Kuchen teilten“ – allein es fehlten die Kronen. Die kamen von drei weniger schönen Damen, die darum betrogen wurden und damit nicht genug, die Wortbrüchigen verbannten die Ladies dann auch noch in den Plöckensteinsee. Entweder waren die Prinzen sehr gemein oder die Damen so hässlich, dass sie eine Gefahr darstellten … Schön ist es jedenfalls hier oben!

Bildnachweis: Von High Contrast [CC BY 3.0 de] via Wikimedia Commons

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