Rundtour Hohe Asten - Großer Riesenkopf - Philosophenfall


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑987m  ↓987m
Kein Wegzeichen hinterlegt

1.337m kann so ein Kopf groß werden, zumindest der Große Riesenkopf, südlich von Flintsbach am Inn. Da gibt es noch mehr interessante Namen rund um die Rachelburg und Rachelschlucht: Maria Schnee, Hundtsgraben, Teufelsloch, Bauer am Berg, Hohe Asten, Philosophenfall. Das hört sich abwechslungsreich an - wir schnüren die Wanderschuhe.

Südlich von Flintsbach am Inn starten wir vom Wanderparkplatz Petersbergweg zwischen Wald und Wiesen. Gegenüber ist ein Steinbruch. Vorweggenommen: die ersten 6,5km wandern wir bergauf. Es geht an den Hundtsgraben und zur Maria Schnee Kapelle. Die Burgruine Falkenstein ist per Abstecher zu erreichen. Die Burg Unter-Falkenstein wurde vermutlich im 13. Jh. errichtet, der Wohnturm soll noch bewohnt sein. Oberhalb ist der Burgstall der Burg Ober-Falkenstein, auch Rachelburg genannt. Den Burgstall sieht man, mit Blick auf den Petersberg mit dem einstigen Kloster St. Peter am Madron, in der Rachelwand, die sich davor absetzt.

Wir kommen an der kleinen steinernen Kapelle Maria Schnee am Petersbergweg vorbei und an den Hundtsgraben mit Wasserfall. Der Hundtsgraben fließt zum Altwasser und das fließt via Grießenbach dem Inn zu.

Per Petersbergweg geht’s an der Antoniuskapelle und dem Teufelsloch vorbei, weiter zum Petersberg, zu dessen Wallfahrtskirche St. Peter ein Stationenweg führt. Den schauen wir uns an und auch das Kloster St. Peter am Madron, das auf eine Gründung im Jahr 1130 zurückgeht. Das einstige Benediktinerkloster hielt kaum 200 Jahre, die Kirche überlebte. Der Zusatz „am Madron“ kommt vom Petersberg (842m) her, der auch kleiner Madron genannt wird. Der Große Madron nebenan misst 942m.

Bauer am Berg ist eine Einöde, an der wir vorbeiwandern, hinauf zum Hohe Asten mit den Astenhöfen: Hinterasten mit Hauskapelle und Berggasthof sowie Vorderasten. Allesamt stehen am Scheibling (1.226m) und sind von Wiesen umgeben. Schöne Aussichten allenthalben, auf dem Teller und in die Bayerischen und Tiroler Berge über dem Inntal. Der Berggasthof Hohe Asten ist Teil des mit 1.106m höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Bauernhofs in Deutschland.

Bei der Riesenkopfalm nimmt der Maigraben seinen Anfang. Wir wandern in Richtung Maiwand (1.135m) und halten uns davor links, um zum Großen Riesenkopf aufzusteigen, waldpfadig und steil. Der Große Riesenkopf (1.337m) ist ein östlicher Teil der Wendelsteingruppe des Mangfallgebirges. Von oben hat man dort schöne Ausblicke, wo man die Baumwipfel überschauen kann. Den steilen Weg von eben gehen wir mit Obacht wieder runter, halten uns dann links und mäandern mit Waldbegleitung abwärts.

An der Wasserreibhütte kommen wir vorbei zur Lichtung Bergfeld mit der Hans Grad Bergfeldhütte und bleiben natürlich, rund um das Waldareal Riesenberg. Wir nähern uns dem Riesenberggraben und Maigraben und könnten, einen Kilometer vor Rundenende, dem Philosophenfall zuschauen. Hier kann man im Winter schon mal waghalsige Eiskletterer sehen. Der Philosophenweg bringt uns zum Wanderparkplatz zurück – ganz ohne Fall.

Bildnachweis: Von Geiger.Joerg [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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