Rundwanderung durch die Wolfsschlucht zum Kloster St. Peter am Madron


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑400m  ↓400m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde durch das Gemeindegebiet von Flintsbach am Inn wird eine prima Zeitreise, geologisch und historisch, werden. Wir begegnen bei der Umrundung des Hohen Madron (942m) in der Wolfsschlucht am Markbach Wasserfällen, gehen zwischen zwei Steinbrüchen entlang, kommen zum Petersberg, zum dortigen einstigen Kloster und zur Burg Falkenstein.

Start ist im Ortsteil Fischbach im Inntal vom Bahnhofsvorplatz aus. Wir durchqueren den Ort in westliche Richtung. Am Ende der Markbachstraße öffnet sich die Runde und wir wandern auf dem Philosophenweg, der den Markbach begleitet.

Ziel ist die Wolfsschlucht. Zuerst kommen wir an einer Fischzucht vorbei und dann umrunden wir die Obere Höhle. Auch den Markbach passieren wir mehrfach und staunen über die Wasserfälle.

Südlich von uns ist der aktive Steinbruch Fischbach. Hier werden Zutaten für Zement gewonnen und den Straßenbau. Auch Mineralienfunde sind vermerkt. Der Steinbruch ist nicht öffentlich. Nördlich von uns ist der einstige Steinbruch Rauscher. Auch hier fand man Mineralien. Hier wird nicht mehr gearbeitet, doch das Betreten ist gefährlich aufgrund der möglichen Steinschläge.

Zwischen den Steinbrüchen geht es schon bergauf. Die Philosophen bringen uns weiter in die Höhe. Den höchsten Punkt erreichen wir nach insgesamt 2,4km, wenn wir uns von 465m auf 847m emporgearbeitet haben und am südlichsten Zipfel des Rundwegs sind.

Auf dem nächsten Kilometer bleiben wir oben und kommen durch Wald sowie offene Weidelandschaft am Bauer am Berg vorbei über die Steinerne Stiege zum Petersberg (847m), der auch Kleiner Madron genannt wird. Auf dem Petersberg steht ein Berggasthaus in der ehemaligen Propstei, die aus dem Jahr 1696 stammt und 1832 nach einem Feuer erneut aufgebaut wurde. 

Das Kloster St. Peter am Madron geht auf eine Gründung durch Graf Sibodo von Falkenstein im Jahr 1130 zurück und war ein Benediktinerkloster. Bereits 1296 wurde das Kloster zerstört, lediglich die Kirche mit einem beeindruckenden Portal blieb erhalten sowie Wandmalerei.

In Serpentinen wandern wir hinab. Unser nächstes Ziel heißt Burg Unter-Falkenstein. Auf dem Weg kommen wir am Teufelsloch, an der Antonius-Kapelle und über den Sommerweg an der Maria Schnee-Kapelle vorbei, wo wir kurz auf den Petersbergweg einbiegen und den Hundtsgraben passieren. Die Burg Unter-Falkenstein an dieser Stelle ist die untere Burg, es gab auch eine obere Burg, von der kaum was erhalten ist.

Vermutlich wurde die untere Burg im 13. Jahrhundert gebaut. Ein Teil ihrer bewegten Geschichte war ein Brand im 18. Jahrhundert. Der noch erhaltene Bergfried ist verputzt, die Fenster zeugen von einer Modernisierung und davon, dass der Bergfried bewohnt ist. Über die Straße am Steinbruch und das Schotterwerk Rauscher schließt sich unsere Runde und wir kommen zurück ins Inntal.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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