Rundtour durch Aufseßtal und Leinleitertal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑488m  ↓488m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind unterwegs im Fränkischen Bierland, so haben wir die Gemeinde Aufseß getauft, da sie es mit ihrer Brauereidichte 2001 ins Guinness Buch der Rekorde geschafft hat. Burgen gibt es hier auch und das sind schon mal zwei Erfolgsgaranten, um Gäste anzulocken.

Wir starten auch gleich bei einer Brauerei am Fuße einer Burg, genauer gesagt: Schloss Unteraufseß, das man sich ansehen kann, heiraten kann man da auch. Zum Schloss-Ensemble gehört die einstige Burgkapelle und heutige evangelische Kirche.

Uns treibt es allerdings heute gleich aus dem Ort hinaus, am Brauereigasthof Rothenbach vorbei, der Aufseß folgend, mit kleiner Visite an den Weihern, und mit Fränkischer Natur, Wald und offener Landschaft hinauf nach Neudorf, dass wir streifen.

Es locken die Quellen am Schulmühlbach. Der schüttet sein Nass in die Leinleiter. Die Leinleiter ist ein rund 20km langer Fluss, entspringt zwischen Laibarös und Heroldsmühle der Marktgemeinde Heiligenstadt in Oberfranken und mündet bei Gasseldorf in die Wiesent. Leinleiter kann übrigens übersetzt werden, mit „Bach bei den hellen Felsen“.

Wenn wir etwas 5,5km gewandert sind, geht es los mit dem erquicklichem Lebenselexier, in der idyllischen Karstlandschaft, aus dessen Boden insbesondere nach Schneeschmelze, mal mehr mal weniger oder gar nicht aus den Quellen sprudelt. Wir kommen vorbei an einem Quelltopf und der Werntalquelle am Beginn des Schulmühlbachs. Dann erfahren wir bei einer weiteren Quelle, was ein Tummler genau ist, nämlich eine hydrogeologische Besonderheit im Leinleiter-Trockental. Weitere Quellen oder Tummler sind der Siegritzer Brunnen und der Ziegelbrunnen, etwas abseits unserer Route.

Wir folgen dann der sehr stark mäandrierenden Leinleiter durch Traindorf, ein südlicher Ausleger von Heiligenstadt in Oberfranken. Rund die Hälfte der Wanderung ist geschafft, wir sind in Tallage und Hopp – geht es wieder hinauf durch die Fränkische Schweiz mit Wald, Felsen und Landwirtschaft, an Stücht vorbei, abermals durch Wald und dort begegnen wir dem kopflosen Hugoturm aus dem Jahr 1883, dessen Plattform verloren ging.

Gut erhalten zeigt sich das Schloss Oberaufseß, wo man auch Ferien machen kann. Man trifft auf eine Mischung zwischen wehrhafter Burg und adeligem Schloss, auch ist es noch Sitz der Familie von Aufseß.

Wir wandern weiter zur Aussicht Galerie, von der aus wir beide Schlösser der Aufsesser sehen können sowie einen Blick ins Aufseßtal haben. Auch hier ist die Schlossparkhöhle, mit Einblick in das fränkische Gestein. Der Aufseß folgend gelangen wir in den Ort Aufseß und könnten die Wanderung mit Braukunstgenuss beschließen.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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