Rundtour ab Himmelreich über die Osserwiese zum Kleinen Osser


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑648m  ↓648m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Was für eine Adresse, würde man dort wohnen und vielleicht auch noch Engel mit Nachnamen heißen: Familie Engel in Himmelreich! Das haben sich die Urlaubsmacher im Lamer Winkel sicher auch so gedacht, als sie den Ferienort nordöstlich von Lam tauften.

Der Markt Lam im Bayerischen Wald hat 28 Ortsteile, etliche davon enden auf-mühle, -öd, oder -eck. Die Siedlungsgründung war im 13. Jahrhundert und hat nur ein wenig mit „himmlisch“ zu tun, als dass der einstige Urwald am Fuße des Osser vom Kloster Rott als Lehen geschenkt worden war.

Himmelreich besteht aus geliehenen Betten sozusagen und Gastronomie. Wir starten am Parkplatz in der Straße Himmelreich und gehen gen Norden, wo wir an einer Wegekapelle vorbeikommen und auf einem Kreuzweg auskommen. Hier ist eine Grotte und das Bergkircherl „Maria Hilf“, gebaut 1752, nebst einem Gasthaus.

Wir gehen durch den Wald „Auf den Sattel“, am Sattel vorbei und weiter Richtung Ossermassiv. Dabei queren wir die schöne Osserwiese, der Weg heißt übrigens gerade auch so.

Der Kleine Osser erhebt sich rechterhand von uns 1.266m hoch. Durch den Wald gelangen wir zur Künischen Kapelle, die 1986 hier erbaut wurde. Alljährlich wird am ersten Augustsonntag hier droben die Osserkirchweih begangen.

Im Anschluss könnten wir einen Abstecher zum Gipfel des Großen Osser machen, mit Skulpturenerlebnis Berührstein, Gipfelkreuz, Gastronomie und natürlich den Aussichten. Diese Streckenführung sieht das nicht vor. Wir gehen nämlich am Schutzhäuschen rechts und kommen an einem Geräteschuppen vorbei. Der Weg schlängelt sich waldreich gen Süden und Südwesten, durch den Osserwald und Buchetau in Richtung Lam.

Nun haben wir noch das Vergnügen auf das Bergwerk mit Bergbaumuseum Fürstenzeche zu stoßen. Seine Geschichte beginnt bereits Mitte des 15. Jahrhunderts. Damals schon waren eifrige Bergleute dabei, Stollen ins Massiv zu treiben und dem Gestein Mineralien, am liebsten Silber, zu entreißen.

Über 120 Mineraliensorten wurden hier geborgen, darunter auch der „Bayerwaldsmaragd“, der durch eine intensive grüne Farbe auffällt. An sich ist reiner Anglesit farblos, durch Beimengungen ändert sich das. An der Fürstenzeche geht es dann vorbei, durch Wald, Wiesen und mit etwas Randbebauung, via Gläserner Steig nach (oder ins?) Himmelreich zurück.

Bildnachweis: Von Haering Juergen [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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