Rundtour ab Behringersmühle: Eibenwald-Sachsenmühle-Burg Gaillenreuth


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑730m  ↓730m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Man könnte fast sagen: Mehr Abwechslung geht kaum – wenn man nicht eh schon in der Fränkischen Schweiz wäre und dieses Gefühl eingeatmet hätte. Wir haben heute die Flüsse Wiesent und Püttlach mit Aussichten zwischen Behringersmühle und Gößweinstein auf dem Programm, den Eibenwald, Dörfer auf der Höhe, Ahnen am Keltenwall, Burg Gaillenreuth, auf und ab, Wald und Flur und … nun mal los!

Aus 13 Streckenkilometern werden 20 Leistungskilometer, weil wir im Wiesenttal zwei Mal in Dörfer auf- und wieder an die Wiesent absteigen. Start ist vom Parkplatz an der Straße Behringersmühle, die von Gößweinstein nach Behringersmühle führt, kurz hinter dem Minigolfplatz. Wir erleben als erstes das Naturschutzgebiet Naturwaldreservat Eibenwald bei Gößweinstein, dass sich entlang der Wiesent ausstreckt. Hier ist ein das größte Eibenvorkommen in Oberfranken geschützt. Der Nadelbaum ohne Zapfen aber mit roten Beeren war fast mal ausgerottet, da das biegsame Holz recht begehrt war. Auch bei den Druiden, deren Zauberstäbe bevorzugt daraus gefertigt wurden. Die Eibe galt als Baum des Todes und der Ewigkeit. Sie kann 2.000 Jahre alt werden.

Wir kommen an der (geschlossenen) idyllisch gelegenen Stempfermühle vorbei, wandern durch die Auen und gelangen mit der Wiesent zur Sachsenmühle mit Biergarten und hausgemachten Kuchen. Die Wiesent begleitet das Gleis der Wiesenttalbahn, die B470 auf der anderen Seite und die St2191, die wir jetzt queren, um bergauf zu wandern. 

Durch Wald und mit kultivierter Landschaft kommen wir nach Leutzdorf mit kleinem Weiher gegenüber dem Kapellchen. Auf 130 Einwohner kommen 50 Gästebetten. Wir wandern wieder talwärts und könnten einen kleinen Abstecher zu der Esperhöhle unternehmen, einer natürlichen Karsthöhle, deren Höhlendach eingestürzt ist.

Weiter wandern wir zum Keltenwall, wo eine Information erläutert, wie man sich aufgrund der Steinwälle die Toranlage beispielsweise vorstellt. Die Anlage ist auf einem Plateau des Schlossberges (473m). Vor uns liegt Burggaillenreuth mit der Burg.

Die in Privatbesitz befindliche Burg Gaillenreuth über der Wiesent ist mit Wohnturm und Resten der einstigen Toranlage zu sehen. Ihre erste Erwähnung ist auf 1122 datiert, als eine der sechs Burgen des Bamberger Bischofs Otto I. von Mistelbach.

Wir steigen an die Wiesent ab, queren sie und die anderen Verkehrswege und steigen wieder bergan, erst durch Wald, dann auch mit Waldrand und kultivierter Landschaft. Dann sind wir in Moritz auf einer Höhe von rund 500m mit einem Campingplatz und dem Gasthaus zum Pfaffenstein.

Den Gipfel des 524m hohen Pfaffensteins streifen wir. Der Dolomitfelsen ist bei den Geotopen im Landkreis Forchheim gelistet. Durch abwechslungsreiche Natur geht es nach Behringersmühle an die Wiesent, wo die Püttlach aus Richtung Tüchersfeld und Pottenstein hinzustößt. Über die Aussichtspunkte Johannisburg, Luisenterrasse und Paulinenhöhe gelangen wir zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Corradox [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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