Runde über Adlerstein und Quackenschloss zur Sachsenmühle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑828m  ↓828m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Gößweinstein und Muggendorf im Wiesenttal ist man beinahe auf jedem Schritt auf einem Wanderpfad unterwegs. Die heutige Runde bringt uns durch die Faszination der Fränkischen Schweiz mit ihrem charakteristischen Landschaftsbild: Wasser, Wald, Kulturlandschaft, Aussichten, Felsformationen und Historie.

Auf einem Wanderparkplatz südlich des Örtchens Engelhardsberg, zwischen einem Wäldchen und Feldern ist Start. Es geht zur Aussicht Adlerstein, einem aufragenden Dolomitfelsen, der per Eisentreppe erklimmbar ist, 1905 durch den Fränkische Schweiz Verein angebracht.

Wir wandern zur nächsten Natursehenswürdigkeit, der 18m langen Karsthöhle und Durchgangshöhle Quackenschloss. Die hat nichts mit Fröschen zu tun. Ihre Rauchwacke wird dort Quacke genannt. Rauchwacke ist ein poröses Dolomit- oder auch Kalk-Gestein -, dass durch Auslaugung entsteht.

Wir wandern durch den Wald ins Wiesenttal hinab, B470 und Wiesent werden gequert. In diesem Abschnitt des engen Tals ist Wohlmannsgesess westlich und es verläuft die Zauberwaldrunde (Rote Raute), zwischen Muggendorf und Burggailenreuth, mit Buchen, Ahorn, Eichen, jungen und alten, geraden und krummen. Würden wir direkt an der Wiesent entlang wandern, wären wir auf dem Wanderhighway (Rotes Kreuz).

Unsere Route biegt in den Wald ab und mit Höhengewinn geht’s zum Felsen und Geotop Klingelloch. Auf dem Weg zum Hohler Berg (470m) auf dieser Seite der Wiesent könnten wir abstechend weitere Höhlen entdecken, die Schweigelhöhle rechter- und die Zoolithenhöhle linkerhand, übrigens eine der ältesten entdecken Höhlen (1602 erwähnt) in der Fränkischen Schweiz mit recht vielen Knochenfunden.

Jetzt kommen wir durch Burggaillenreuth und könnten einen Abstecher zur Burg Gaillenreuth unternehmen, 1122 erstmalig genannt, mit einem erhaltenen Wohnturm aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist in Privatbesitz und nur von außen anzuschauen.

Die Wanderung führt uns nach Leutzdorf mit den Angeboten für weitere Abschweifungen: Keltenwall am Schlossberg (473m) und Esperhöhle mit eingestürztem Dach. In Leutzdorf am kleinen Teich lässt es sich rasten, bevor es durch Wiesen, Feld und Wald, abwärts geht, an die Sachsenmühle mit Biergarten an der Wiesent, die sich hier breiter auffächert. 

Die Wiesent zur Linken wandern wir Richtung Behringersmühle und streifen das Naturwaldreservat Eibenwald bei Gößweinstein. Gößweinstein mit der Burg Gößweinstein dehnt sich östlich aus. Bei der Stempfermühle (geschlossen) queren wir Wiesent und B470. Rund 11,2km sind wir gewandert, mit Abstecher wären es entsprechen mehr.

Wenn wir etwa 14km auf der Wandernadel haben, sind wir am 524m hohen Pfaffenstein und gelangen in den Höhenort Moritz. Campingplatz und ein Gasthaus laden zum Rasten ein, für kurz oder länger. Bis zum Ziel sind es noch knapp 3km durch die oberfränkische Landschaft.

Bildnachweis: Von Edelmauswaldgeist [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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