3-Täler-Wanderung Gößweinstein (Wiesent-Ailsbach-Püttlach)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑693m  ↓693m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Von Gößweinstein aus geht es mit dem Uhrzeiger und gleich am Beginn durchs Naturschutzgebiet Naturwaldreservat Eibenwald bei Gößweinstein, entlang der Wiesent, zur Sachsenmühle, nach Moritz am Pfaffenstein, nach Behringersmühle, mit der Püttlach nach Tüchersfeld sowie über Felsen mit Aussicht nach Gößweinstein zurück, einem der bedeutenden Ferienzentren der Fränkischen Schweiz.

Einige Sehenswürdigkeiten hat Gößweinstein zu bieten, in dem der berühmte barocke Baumeister Balthasar Neumann wirkte. Der Balthasar-Neumann-Rundweg kommt hier auch vorbei. Neumann war federführend beim Bau (1730-39) der Basilika Gößweinstein. Die Wallfahrtskirche ist der größte Dreifaltigkeitswallfahrtsort Deutschlands. Bevor wir uns die oder auch die Burg Gößweinstein (11. Jahrhundert) ansehen, geht es aber erstmal in die Natur!

Start ist der Parkplatz an der Petzoldstraße. Von der biegen wir in die Karl-Brückner-Straße und sind schwupps im Naturwaldreservat Eibenwald bei Gößweinstein mit dem bedeutsamen Eibenvorkommen. Wir wandern hinab ins Wiesenttal. Die Wiesent, die nordwestlich von Gößweinstein einen Bogen beschreibt und die wir später erneut treffen, misst 78km und fließt der Regnitz zu.

Wir sind jetzt an der Stempfermühle (geschlossen) und die Stempfermühlquelle, einer Karstquelle, aus der pro Minute bis zu 600 Liter Wasser sprudeln. Damit ist sie die stärkste Quelle in der Fränkischen Schweiz. 

Wir wandern weiter mit der Wiesent, die einerseits von der Wiesenttalbahn begleitet wird und gegenüber von der B470. Die Sachsenmühle stammt aus dem Jahr 1776 und hat einen Biergarten. Jetzt geht es über die Wiesent hinauf nach Moritz, mit Campingplatz und Gasthaus, östlich erhebt sich der 524m hohe bewaldete Pfaffenstein. 

Durch abwechslungsreiche, wenngleich geordnete Landschaft mit Feldern, Bäumchen und Wiesen, geht’s wieder runter an die Wiesent, die wir queren, mit Waldbegleitung wieder etwas bergan, Richtung Behringersmühle. Davor liegt die Konstantinengrotte, ein Fels mit Geotop. 

Wir könnten einen Abstecher nach Behringersmühle machen, wo der Ailsbach in die Püttlach mündet. Die Route folgt dem Püttlachtal in Richtung Tüchersfeld – wir auch, entlang Aue und Waldrand. Tüchersfeld ist ein sehr markantes Felsendorf, in das wir ebenfalls einen Abstecher machen könnten. Wer es noch nicht gesehen hat, sollte das auch tun, es ist schon recht einmalig.

Wir wandern über die Püttlach und wieder aufwärts, kommen zu einigen Aussichten, der erste ist der Sieghardtfelsen (auch Sieghardfelsen oder August-Sieghardt-Felsen). August Sieghardt (1887-1961) war ein Journalist und Schriftsteller, der unter anderem einige Reise- und Wanderführer durch die Fränkische Schweiz verfasst hat. Weitere Aussichtspunkte genießen wir bei der Johannisburg, der Luisenterrasse und der Paulinenhöhe, bevor wir nach Gößweinstein zurückkehren.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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