Runde vom Haslacher See auf den Auerberg und durch die Feuersteinschlucht


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑476m  ↓476m
Kein Wegzeichen hinterlegt

An dieser Runde haben wir alles, was eine Allgäu-Wanderung ausmacht: klarer See, herrliche Aussichten über malerische Naturlandschaften mit historischen Kirchen und jede Menge Gastlichkeit.

Wir starten am 35ha großen Haslacher See, der bereits vor Jahrhunderten vom Kloster des Bistums Füssen zur Fischzucht angelegt wurde. Heute ist der Moorsee ein beliebter Badesee, vom Auerberg und der Alpenkette umgeben. Wir sind am Türkenbach, beim Fischerstadl in Seemühle, und parken am Kiesplatz. Der Haslacher See breitet sich westlich von uns aus. Wir gehen ein Stück entlang der Füssener Straße nach und durch Haslach.

Offene Landschaft mit Wiesen und Feldern begleitet uns an den Ortsrand von Reisgang, in dem die katholische Kapelle Mariä Heimsuchung seit 1659 steht. Wir wandern dann mit etwas Abstand dem Türkenbach folgend nach Böllenburg, das wir durchqueren und wo wir den Türkenbach passieren. Der Türkenbach fließt durch den Haslacher See. Das nächste Örtchen ist Riedhof. Wir queren dort die Straße Riedhof und wandern entlang von Wiese, Wald und Waldrand nach Remnatsried. So langsam geht es in der Tendenz auch mehr bergauf. 

Remnatsried gehört zu Stötten am Auerberg, zeigt denkmalgeschützte Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die katholische St. Thomas Kirche mit einem asymmetrisch eingebauten Turm. Sie geht ursprünglich auf die Zeit der Spätromanik zurück. Beim Anstieg auf den Auerberg kommen wir durch die Weiler Reinharden und Geisenhofen. Dort ist die kleine Kapelle St. Joseph (1760). Der Prälatenweg bringt uns hinauf und auf den Römerweg, denn die Römer siedelten lange vor uns auf dem Auerberg im Pfaffenwinkel.

Der 1.055m hohe Auerberg, auch wertschätzend Schwäbische Rigi genannt, eröffnet uns herrliche Aussichten in die Alpenkette, die wir über den Kirchturm und das Dach der St. Georg Kirche erreichen. Der Kirchturm stammt aus der Zeit der Romanik, der Chor aus der Spätgotik (1497), das Langhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gesamtensemble Auerberg steht unter Denkmalschutz, darunter fällt auch die römische Ringwallanlage. Eine Rast bietet sich im Panoramagasthof an.

Wir wandern den Auerberg hinab, nehmen den Jägersteig, kommen am Honeleshof vorbei, kreuzen die Auerbergstraße und treten in die Feuersteinschlucht mit ihrem munteren Bächlein, das unter dem Schatten der Bäume plätschert und nach Bernbeuren will. Wir auch. An der Auerbergstraße treffen wir den Burgbach und gehen ins denkmalgeschützte Zentrum von Bernbeuren.

Dort steht in der Mühlenstraße das Kiebelehaus, ein historischer Ständerbohlenbau, in dem ist das Auerbergmuseum, zu dem wir einen Abstecher machen müssten. Unsere Route bringt uns zum Marktplatz Bernbeuren mit der Verwaltung und der im Kern spätgotischen Pfarrkirche St. Nikolaus. Wir sehen auch eine Lourdeskapelle (1893) und die Marienkapelle als barocken kleinen Saalbau aus dem Jahr 1728. Ein schmuckes Gesamtensemble. Wenn wir Bernbeuren verlassen, treffen wir den Grönenbach und den Golfplatz Stenz, der kurz vor unserem Ausgangsort seinen gelochten Rasen ausbreitet.

Bildnachweis: Von Gras-Ober [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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