Der rund 13ha große Ewaldsee liegt zwischen Gelsenkirchen und Herten (Kreis Recklinghausen) in der Hertener Mark. Hier, im fast unbewohnten südlichen Stadtteil von Herten, wandern wir eine Runde mit Einblicken in die Relikte des Ruhrgebiets mit Strukturwandel. Die Natur ist eine starke Kraft und hilft dabei, Gebiete wieder lebendig zu machen.
Die A2 mit einer Abfahrt Herten und der P&R-Parkplatz liefern den Einstieg in dieses Erlebnis. Durch den Bau der A2 entstand der Ewaldsee als Baggersee. Der bietet inzwischen wieder verschiedensten Arten neuen Lebensraums wie der Reiherente oder dem Haubentaucher. Am südlichen Ende des Ewaldsees öffnet sich die Runde, die wir im Uhrzeigersinn wandern.
Die Halde Hoppenbruch mit der Windkraft obendrauf ist das Ziel. Die Anlage ist weithin zu sehen. Das Markenzeichen der Hertener Mark ist das Horizont-Observatorium mit den großen Bögen auf der benachbarten Halde Hoheward. Es ist nicht nur ein besonderes Werk, es hat auch eine besondere Gerichts-Geschichte – man wird sehen, ob die Sanierung stattfinden wird.
Unterdessen haben wir die Halde Hoppenbruch inspiziert, zum Observatorium geschaut, die Panoramatafeln studiert und weit ins Revier geblickt. Zudem haben wir uns mit der Geschichte dieser Bergehalde im Emscherbruch auseinandergesetzt. Die Halde entstand zwischen 1978 und 1992 aus Aufschüttungen der Zechen Ewald/Schlägel & Eisen und General Blumenthal/Haard. Hoppenbruch und Hoheward zusammen gelten als die größte Haldenlandschaft im Ruhrgebiet. Von den rund 100m Höhe wandern wir runter. Rechterhand ist der Waldfriedhof Herne. Wir kommen an und über die Emscher.
Dort sind wir beim Gut Steinhausen mit Reiterhof und Gastronomie und wandern ins Resser Wäldchen. Das rund 31,5ha Laubmischwaldgebiet teilen sich die Städte Herne und Gelsenkirchen. Der Wald besteht vorwiegend aus Hainbuchen und Stieleichen. Über die Emscher geht’s zurück und zu einem weiteren Thema: Müll. Wir streifen die Zentraldeponie Emscherbruch. Die wurde 1968 auf dem Gelände der 1966 stillgelegten Steinkohlen-Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen angelegt. Sie war die erste zentrale Großdeponie in Deutschland. Sie wird noch immer bedient. Ein weiteres Ruhrgebietsthema sind Kleingärten. Auch an denen kommen wir vorbei, bevor sich die Runde schließt.
Bildnachweis: Von Franz Stellbrink [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons
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