Runde durch die Margarethenschlucht zur Minneburg (Neckargerach)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑803m  ↓803m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Naturschutzgebiet Margarethenschlucht wird uns bezaubern, Ausblicke ins Neckartal ebenso. Weiteres Highlight gleich zu Beginn der Tagestour ist die Minneburg am Neckarsteig. Es wird abwechslungsreich, mit ganz viel Neckartal.

Start ist zwischen Neckargerach und Reichenbuch, am Wanderparkplatz an der L527. Wir wandern talwärts in die märchenhaft anmutende Margarethenschlucht, wo sich der Flursbach durch den Buntsandstein am Gickelberg am rechten Hang des Odenwald-Neckartals gearbeitet hat, mutig und über mehrere Fallstufen. Die Margarethenschlucht steht unter Naturschutz und ist Teil des Naturparks Neckar-Odenwald. Wir mäandern mit dem Wasser durch die Schlucht.

Wo das Bahngleis den Neckarlauf nachzeichnet, halten wir uns rechts und wandern ins Zentrum von Neckargerach. Wir lenken unsere Schritte Richtung katholische Kirche St. Afra aus dem Jahr 1848, die sich auf einer Höhe erhebt und kaum zu verfehlen ist, nebst Pfarrhaus (1828).

Wir biegen in die Hauptstraße, kreuzen die Uferstraße (B37), rechts ist eine Zeltwiese, links ein Sportplatz. Eine Brücke führt über den Neckar, wir streifen ein Wohngebiet (Bächelsgraben), wandern zur ehemaligen Minneburger Ziegelei. Wo so schöner rötlicher Buntsandstein ist, wurde er auch zu Steinen gewürfelt.

Steil geht es zur Minneburg hinauf, die wir nach gesamt rund 4,8km erreichen. Die Aussicht ins Neckartal entschädigt und selbstverständlich auch die besondere Stimmung, die von den Außenmauern ausgeht. Wir ertappen uns beim Gedanken: Dach drauf und einziehen! Die Minneburg stammt aus der Zeit um 1250. Sie ist einer Sage nach, die steingewordene, unerfüllte Liebe (Minne) eines armen Ritters zu Minna von Horneck, die das Warten auf den Ersehnten mit dem Leben bezahlte.

Waldreich wandern wir ins Neckartal hinab, biegen auf den Geracher Weg, streifen das Naturschutzgebiet Zwerrenberg, biegen auf den Förstelweg, kommen an Kellersbrunnerhütte vorbei und erreichen, ansteigend bis auf rund 390m, den Heinz-Bangert-Gedenkstein, am Rande einer Lichtung. Übrigens führt hier auch die 5. Etappe des Neckarsteigs vorbei.

Wir biegen in den Alten Grenzweg und stoßen später auf die Zwingenberger Straße, Ziel ist das Neckarufer mit Yachtclub und Campingplatz dazu. Dann geht es über die Neckarbrücke in Zwingenberg. Wir wandern zum Bahnhof, lassen Gleise, Friedhof und Häuser hinter uns und kommen an den Koppenbach, den wir auch queren. Mit Wald und Wiesen geht’s weiter in halber Hanglage nach Neckargerach, das wir nach rund 16km Wanderung erreichen.

Aber nur keine Müdigkeit vortäuschen: via Odenwaldstraße (L634) geht’s in die Weisbacher Straße. Rechterhand fließt der Seebach und wir wandern zum Waldsee, den wir umrunden. Nochmal Kräfte getankt und dann aufwärts im Zickzack durch die Hölzer, wo wir nach rechts auf den Buchhäldeweg biegen. Von dem geht es kurz drauf links ab und zum Start/Ziel.

Bildnachweis: Von UrLunkwill - Eigenes Werk, CC BY 2.5, Link

Vgwort