Runde durch die Isarauen bei Solln über die Marienklause zum Hinterbrühler See


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑135m  ↓135m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Solln ist der südlichste Stadtteil von München und hat einen historischen Dorfkern, zwei ältere Villenkolonien und eine jüngere Parkstadt aus den 1960er und 70er Jahren. Südöstlich liegt Großhesselohe der Gemeinde Pullach. Städtebau bildet nicht den Kern dieser Runde, sondern ein Spaziergang durch die schöne Isaraue.

Start ist am S-Bahnhof Solln. Dort steht seit 2013 das Dominik-Brunner-Mahnmal und erinnert mit einer Menschenkette an den Geschäftsmann, der zum Schutz anderer eingriff und an den Folgen einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Jugendlichen starb. Wir gehen durch die Sohnckestraße und sehen einige der Villen aus der Gründerzeit wie der schlossartige Murenhof (1921) im Stil des Neoklassizismus.

Über den Carusoweg geht es „An der Isar“ weiter und in Richtung Großhesseloher Brücke, die wir überqueren. Sie überspannt in 42m Höhe den Isar-Werkkanal und die Isar. Wir halten uns links und schlendern entlang einem ausgedehnten Grün durch das Isar-Hochufer. Einige Wege spannen sich hier entlang, die Hochleite, der Isartrail und der Schlichtweg. Nach etwa 4km gehen wir hinunter zur Marienklause und dem Marienklausensteg.

Die Marienklause als kleines hölzernes Kapellchen wirkt märchenhaft. Es wurde 1866 im Steilhang des Isarufers im Stadtbezirk Untergiesing-Harlaching gebaut. Nördlich der Klause erstreckt sich der Tierpark Hellabrunn, gegründet 1911. Ohne wilde Tiere zu besuchen, überqueren wir die wilde Isar über den Marienklausensteg. Der Auer Mühlbach wird unter der Isar durchgeführt. Ein weiteres Brückchen bringt uns über den Isar-Werkkanal. In der Nähe ist ein Campingplatz auf dem Gebiet der Floßlände.

An der Floßlände legen 500 bis 600 riesige Flöße jährlich an. Vor dem Hinterbrühler See zweigt der Floßkanal vom Isar-Werkkanal ab. Der Hinterbrühler See gehört zum Stadtteil Thalkirchen und entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Arbeiten zum Isar-Werkkanal. Ein kleines Inselchen ist auch auf dem See.

Dann sehen wir einen, einen Flößer, steht da wie ein Fels in der Brandung und ist aus Bronze: der Isarflößer, von Fritz Koelle (1895-1953), der Arbeiter monumental ins Szene setzen konnte. Benachbart ist eine Floßrutsche. Die Floßstrecke als Touristenmagnet misst nicht ganz 1km. Wir lassen den Kanal der Isar links neben uns herlaufen, kommen zurück auf den Carusoweg und nehmen zum Ausgangsort zurück die Knotenstraße (rechts einbiegen) und die Heinrich-Vogel-Straße.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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