Isarauen-Runde von Thalkirchen zum Flaucher und zur Floßlände


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑126m  ↓126m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Viel los auf dem Floß! Bis zu 600 große Flöße legen jährlich in Thalkirchen am Floßlände an. Das ist nur eine Attraktion unserer Isarauen-Runde in Münchens Süden. Wir kommen durch eine der Flaucheranlagen an den Isarauen sowie am Tierpark Hellabrunn vorbei, zur Marienklause und über den Marienklausensteg zur Floßlände. Wir sehen das Asam-Schlössl, streifen durch den Gierlinger Park und können St. Maria besuchen.

Zwei abwechslungsreiche Stunden liegen vor uns, in die wir am U-Bahnhof Thalkirchen starten. Der U-Bahnhof wird von der U 3 auf der Strecke von Moosach über Olympiazentrum, Universität, Marienplatz und Poccistraße nach Fürstenried West bedient.

Wir folgen der Pogner- und Tierparkstraße in Richtung Isarauen. Über letztere überqueren wir den Mühlbach, kommen dann über die Thalkirchner Brücke über den Isar-Werkkanal. Jetzt wandern wir zwischen dem Isar-Werkkanal und der Isar zum Isarwerk 2, gehen dabei mit dem Flusslauf der insgesamt 292km langen Isar in nordöstliche Richtung.

Das Isarwerk 2 ist ein Laufwasserkraftwerk zur Stromerzeugung, das zwischen 1921 und 1923 im Stadtbezirk Sendling gebaut wurde. Wir sind beim Flauchersteg und gehen durch den Flaucher. Die Flaucheranlagen sind Grünanlagen in den Auen beiderseits der Isar. In dieser sind eine Baumschule, ein Biergarten und die Flaucher-Gaststätte, ein Forsthaus aus dem Jahr 1846.

Über die Brudermühlstraße kommen wir zur siebenspurigen Brudermühlbrücke. Ihre Betonpfeiler werden seit 1996 im Rahmen des Projekts „isart“ von jungen Künstlern mit Graffiti besprüht. Gegen den Strom spazieren wir auf der anderen Isarseite durch den Flaucher und drehen eine kleine Runde zwischen Isar-Fischtreppe und Isar.

Bei der Tierparkstraße ist der Tierpark Hellabrunn, der 1911 gegründet wurde. Rund 19.000 Tiere aus 770 Arten leben auf einer Fläche von rund 40ha. Der Tierpark liegt im Stadtteil Untergiesing-Harlaching, eingebettet ins Landschaftsschutzgebiet der östlichen Isarauen. Aufgrund seiner vielen Brückchen nennt er sich auch gerne „Venedig unter den Zoos“.

Rund 1km wandern wir an der Zoogrenze entlang bis zur Marienklause, einer märchenhaft wirkenden Kapelle aus Holz und Grottenwerk aus dem Jahr 1866.

Der Marienklausensteg führt uns über die Isar, im Anschluss geht es über den Isar-Werkkanal zum Landkanal und der Floßlände, wo die großen Flöße anlanden. Die Gaststätte Zentrallände ist in einer 1870-75 gebauten Villa. Hier beginnt auch der Mühlbach, der das Naturbad Maria Einsiedel speist.

Die Benediktbeuerer Straße führt zum Asam-Schlössl. Das bemalte Haus aus dem Jahr 1687 war Mitte des 18. Jahrhundert Landsitz und Atelier des kurfürstlichen Hofmalers Cosmas Damian Asam.

Durch den Gierlinger Park kommen wir zur St. Maria Kirche, einer Wallfahrtskirche im alten Dorfkern von Thalkirchen. Die gotische Kirche stammt vermutlich aus der Zeit um 1400. Im 17. Jahrhundert erhielt sie barocke Elemente. Durch die Emil-Geis- und Badstraße kommen wir zurück zur U-Bahnstation.

Bildnachweis: Von Schlaier [Public domain] via Wikimedia Commons

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