Rund um den Itzelberger See und zu den Brünneleswiesen (Königsbronn)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑183m  ↓183m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Itzelberg ist ein Ortsteil von Königsbronn zwischen Aalen und Heidenheim an der Brenz. Die Brenz mit dem Brenztopf, ihrem Ursprung im malerischen Königsbrunn, ist ein 52km langer Fluss, der in die Donau mündet und in Itzelberg den Itzelberger See bildet. Der ist ein sehr beliebter Ort für Freizeitvergnügen mit Biergarten, Minigolf und Tretboot. Um den 8,4ha großen Itzelberger See führt ein Rundweg.

In Königsbronn gab es bis ins 16. Jahrhundert ein Kloster. Die Mönche dieses Klosters legten den Itzelberger See künstlich an, für deren Fastenspeise: Fische. Jahrhunderte lang diente der Stausee der Fischzucht. Wo die Brenz einläuft ist eine Vogelschutzinsel. Unser Startpunkt ist auf dem Parkplatz der Kapellenstraße beim Friedhof. Von dort aus umrunden wir die Vogelinsel.

Wir überqueren die Brenz und kommen an der Freizeitanlage vorbei. Allee-, Ufer- und Brückenstraße bringen uns in südliche Richtung über die Bahn und durch die Ortsbebauung zum Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn, auch genannt Waldarbeiterschule. Hier führt übrigens auch die Wanderung Brenzquelle Königsbronn entlang, die ebenfalls am Bannwald Siebter Fuß vorbeikommt. Es geht bergauf.

Über den Talweg kommen wir zum Wurzelmännchen. Nach rund 2,8km ist der höchste Punkt der Runde bei etwa 613m erreicht. Über das Siebterfußsträßle gehen wir durch den Bannwald Siebter Fuß in östliche Richtung und um die Anhöhe Brünneleskopf (570m) sowie hinab zum Naturschutzgebiet Brünneleswiesen.

Die Brünneleswiesen in der Talaue der Brenz haben ein Ausmaß von knapp 64ha. Schutzziele sind der Erhalt der Auenlandschaft mit teilweise den feuchten Wiesen sowie hier und da den Moorböden. Sämtliche hier wachsende Arten sollen sich auch künftig ansiedeln und wohlfühlen: zu Wasser, zu Lande und in der Luft.

Unsere Runde macht eine spitze Kehre zurück nach Itzelberg, zum See und zurück zum Friedhof. Erwähnenswert ist die Kapelle, die einst Wallfahrten diente. Die mittelalterliche Blasius-Kapelle war auch schon mal Schule bevor sie zur Friedhofskapelle wurde. Auf dem Friedhof ist als Denkmal ein symbolisches Grab für Georg Elser angelegt, dessen Asche allerdings in Dachau verstreut liegt, nachdem die Nazis ihn dort 1945 per Genickschuss ermordet hatten.

Georg Elser (1903-1945), bekannt als der Attentäter, der 1939 in München bei einer Kundgebung Hitlers eine Zeitbombe zündete, war ein Königsbronner Kunstschreiner und hatte als Arbeiter den Sprengstoff im östlich von Itzelberg gelegenen Steinbruch entwendet.

Bildnachweis: Von Holger Uwe Schmitt [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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