Römerweg Eining (Donaupforten)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑96m  ↓96m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wege der Donaupforten sind Themenwege an der Donau rund um Kelheim, zwischen Oberndorf und Eining. Es gibt derer vier und unsere Runde heute folgt den Römern ab Eining gen Süden. Dabei erleben wir die durch Hochwasser geprägte Donauaue und kommen zum Römerlager Eining, an der Nordgrenze des römischen Reiches. Die folgte von hier aus der Donau bis zum Schwarzen Meer.

Als eine weitere Wanderoption ist die Römer-Schlaufe zum Kastell Eining zu nennen, die liegt am 237km langen Jurasteig. Wir starten in Eining, einem Ortsteil von Neustadt an der Donau. Zur Überfuhr heißt die Straße zur Donau, wo wir sehen können, wie bereits vor langer Zeit versucht wurde, die Donau zu überwinden. Per historischer Seilfähre lässt es sich übersetzen.

Wir bleiben auf unserer Seite und gehen in den Ort, wo wir an den Zufluss der Abens kommen und sich die Runde nahe der Kirche St. Sebastian öffnet. Die Kirche wurzelt im 11. Jahrhundert, wurde barockisiert und ihr Schiff wurde 1932 erneuert. Beim vorangegangenen Abriss zeigte sich, dass einige Steine aus dem Kastell stammten. 

Wir gehen jetzt allerdings erstmal über die Abens und wandern entlang dem Donauufer, die Donau zur Rechten. Dabei kommen wir auch durch eine Weichholzaue mit Weiden, die Überschwemmungszeiten ganz gut meistern. Wenn wir 2,5km gewandert sind, queren wir die Abens erneut und kehren quasi um. Wir wandern durch einen Walnusshain und über Magerweiden.

Zum Römerkastell Abusina geht es aufwärts. Beim Kastell von Eining handelt es sich um die einzige römische Wehranlage Bayerns, deren Mauerbestand vollständig freigelegt und erhalten wurde. Das Kohortenkastell entstand um 80 n. Chr. und war bis ins 5. Jahrhundert belegt. Es ist Bestandteil des Rätischen Limes und damit Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Kastell Abusina ist als Freilichtmuseum stets zugänglich. Man hat einige Einblicke in die Geschichte des Kastells, das sich im Laufe der rund 400 Jahre immer wieder neuen Bedingungen anpassen musste. Von hier bis zum Ausgangsort ist es nicht mehr weit.

Bildnachweis: Von Dede2 [CC0] via Wikimedia Commons

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