Roßdorf (bei Darmstadt)

Wer es schon immer mal wissen wollte: Die Bundesstraße 38 beginnt in der Gemeinde Roßdorf und führt zwischen den Gemeindeteilen Roßdorf südwestlich und Gundernhausen nordöstlich hindurch. Bei Roßdorf streift die B 38 auch das Gebiet der Grube Goldkaute wo ab circa 1500 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Kupfer abgebaut wurde.

Wendet sich der Blick in die Höhe fällt der Roßberg (290m) auf, ein ruhender Vulkan, wo man auf dem Kegel auch in den Roßberg schauen kann und sich etwas Wasser ansammelt. Am Roßberg wird Wein angebaut. Die Einzellage Roßdorfer Roßberg gehört zum Weinbaugebiet Hessische Bergstraße.

Der Weinberg liegt südöstlich der Ortsbebauung von Roßdorf und nordwestlich auf der anderen Seite des Ortes, bereits im Beritt von Darmstadt, ist eine Menhiranlage aus 14 großen Steinblöcken, die kreisartig angeordnet sind und man schätzt, dass sie in der Jungsteinzeit so aufgestellt worden sind.

Nicht nur drumrum hat Roßdorf Sehenswürdigkeiten, auch im Ort: Etwas über dreißig Denkmäler sind gelistet, in Gundernhausen sind es nochmal 12. Erste Erwähnung von Roßdorf war 1250, das ging Gundernhausen übrigens genauso. Roßdorf und Gundernhausen haben beide eine evangelische Kirche und in Roßdorf gibt es zudem eine für die Katholiken.

Das historische Rathaus in Roßdorf wurde 1575 gebaut und im Alten Bahnhof findet sich das Südhessische Handwerksmuseum in der Holzgasse. In der Remise im Erdgeschoss finden sich die Handwerksberufe Schmied, Küfer, Spengler, Wagner und es wird unter anderem auch dem Winzer gedacht. Im Obergeschoss sind dann Schneider, Sattler, Hutmacher und Wäscherei beispielsweise und eine Galerie eines Roßdorfer Malers und Holzschneiders.