Roßbach (Westerwald)

In einem Seitental des Holzbachs liegt Roßbach. Bereits 876 wurde hier eine erste Kirche – wahrscheinlich ein schlichter Fachwerkbau – geweiht. Die erste Steinkirche wurde um das Jahr 1000 errichtet und diente etwa 150 Jahre als Gotteshaus.

Zwischen 1150 und 1260 erfolgte dann der Bau der dreischiffigen Pfeilerbasilika, die durch die Reformation 1560 evangelisch wurde. Viele Kriegswirren und Brände später erfolgte 1954 der Abriss des baufälligen Kirchturms und die über 700 Jahre alte Kirche blieb als Ruine übrig, die heute unter Denkmalschutz steht und häufig als romantische Kulisse für Feierlichkeiten dient.

1957 begannen unweit der Ruine die Bauarbeiten an der neuen Kirche, die 1958 eingeweiht werden konnte. Die alte, 1370 gegossene Marienglocke, die alle Kriege und Wirrungen der Jahrhunderte schadlos überstanden hat, versieht heute noch ihren Dienst zusammen mit den beiden 1958 angeschafften neuen Glocken im Kirchturm.