Reinhardshain


Nicht weit vom früheren Augustinerinnenkloster Wirberg liegt der Grünberger Stadtteil Reinhardshain. Der Name kommt vielen bekannt vor, heißt doch die Raststätte an der am Ort vorbeiführenden Autobahn A 5 auch Reinhardshain. Das Teilstück von Gießen nach Alsfeld wurde 1938 eröffnet und in einem Teil der Raststätte Reinhardshain befand sich damals eine Dienststelle der Wehrmacht.

Wahrzeichen von Reinhardshain ist der 18m hohe Wasserturm, der 1908 auf einer Anhöhe oberhalb des Orts errichtet wurde und die Wasserversorgung Dieberg begründet. Von dem Wasserturm am Dieberg wurden bis zum Bau eines neuen Tiefbehälters 4.500 Einwohner in den Orten Beltershain, Lehnheim, Lumda und Stangenrod mit Wasser versorgt.

Die evangelische Fachwerkkirche in Reinhardshain wurde 1617 erbaut und 1739 von Grund auf erneuert. Die Kirche ist ein einfacher Rechteckbau mit Satteldach und kleinem sechseckigen Dachreiter. Zwei Seiten sind, wie es im holzreichen Vogelsberg so typisch ist, verschindelt. Die Flachdecke ruht auf einem achteckigen Holzpfosten.


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