Reeswinkel

Nordwestlich des Ortskerns liegt hoch über der Mündung der Glör in die Volme der Schalksmühler Ortsteil Reeswinkel am östlichen Hang des Rolandberges (362m).

Zwei Stockwerke hoch, hochbeinig auf Steinfundamenten und in Eckpfostenbauweise erstellt, so steht seit über 300 Jahren der Haferkasten in Reeswinkel. Das Baudatum 1691 ist über der Tür festgehalten. Einst diente das kleine Häuschen der sicheren Aufbewahrung von Getreide und Saatgut, durch die spezielle Bauweise gut geschützt vor Feuchtigkeit und Mäusen. Heute erinnern Haferkästen als Baudenkmale daran, wie unsere Vorfahren vor Hunderten von Jahren lebten.

Vor allem für Kinder interessant ist das Jagdmuseum des Hegerings Schalksmühle-Hülscheid, das in der Firma Vedder im benachbarten Ortsteil Asenbach eingerichtet ist. Die einheimische Tierwelt kennen viele Kinder heute nur noch aus dem Fernsehen. Hier im Jagdmuseum Schalksmühle-Hülscheid sind zahlreiche präparierte Tiere zu sehen, vom Fuchs bis zum Rebhuhn. Hinzu kommen zahlreiche weitere Ausstellungsstücke, die aus den Nachlässen passionierter Jäger stammen. So lässt sich hautnah erleben, wie borstig der schwarze Kittel eines Schwarzkittels ist und wie beeindruckend das Geweih eines kapitalen Hirschs.

Keine drei Kilometer nördlich, allerdings unten im Tal, findet sich an der Volmestraße ein Baudenkmal, für das sich alle Freunde regenerativer Energien interessieren dürften: Die Wasserturbinenanlage der Firma Thyssen. Die Anlage entstand 1920, die für damalige Zeit hochmoderne Technik war zwei Jahre später fertig eingerichtet. Zwei Turbinen erzeugen mit zwei Generatoren 85 bzw. 170kW. Wasserkraft war im an Bächen und Flüssen reichen Sauerland immer schon bedeutend. Mit einer solchen Wasserturbinenanlage wurde die industrielle Entwicklung der Region Anfang des 20. Jahrhunderts weiter beschleunigt.