Rathewalde: Rundtour über den Amselfall zur Bastei (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑293m  ↓293m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Runde von Rathewalde bis zur Felsenburg Bastei südlich, bringt uns auf Linie, durch die üppigen, bizarren Felsen, am malerischen Amselfall vorbei, über Stiegen, zu Aussichten und Einblicken in Sandsteinformationen und zum touristischen Trubel an der Bastei.

Die Felsenburg in der Sächsischen Schweiz zählt jährlich 1,5 Mio. Besuchern. Ganz früher waren es Raubritter, dann Romantiker und nun Touristen aus aller Welt.

Start ist am Parkplatz mitten im Erholungsort Rathewalde (Gemeinde Hohnstein). Nachbarn sind ein kleiner Teich und die Kirche. Wir folgen von hier dem Grünbach und sind schon bald an der ersten Sehenswürdigkeit wo sich der Grünbach als Amselfall in die Landschaft stürzt.

Die Hauptstufe vom Amselfall fällt rund 10m hinab und über die Einsturzhöhle Amselloch. Das Motiv hier wurde sicher schon oft im Bild festgehalten, malerisch ist es eben. Das war nicht immer so, denn erst im 19. Jahrhundert wurde Menschenhand angelegt, um den Bach über die Höhlendecke zur Absturzstelle zu leiten.

Wir gelangen dann nur Amselfallbaude mit Gasthaus und einer 1992 eröffneten Infostelle des Nationalparks Sächsische Schweiz, die sich übrigens über eine Fläche von 93,5km² erstreckt. Nachbar Tschechien setzt den Nationalparkgedanken weiter fort, mit dem 79km² Nationalpark Böhmische Schweiz.

Wir gehen ein Stück durch den Amselgrund, wechseln die Uferseite des Grünbachs und nehmen den Weg Schwedenlöcher zum Schwedenturm. Es geht aufwärts. Auch dieser Abschnitt ist sehr beeindruckend, stufig, felsig und geschichtsträchtig. Bereits zu Zeiten den 30jährigen Krieges (1618-1648) flüchteten die Menschen vor den Schweden, mit allem was sie tragen konnten, in die Schlucht.

Dann bringt uns die Kleine Gans in den Wehlgrund, flankiert von zahlreichen Felsformationen. Im Wehlgrund ist seit 1936 die Felsenbühne Rathen als Naturbühne zu finden, mit entsprechendem hierzu passendem Programm. Wenn wir dahin wollten, müssten wir einen Abstecher machen.

Wir bleiben auf der vorgegebenen Route, die genügend Naturschauspiel bietet und umrunden eine Felsengruppe mit unter anderem dem Großen-, Mittleren- und Kleineren Wehlturm, umrunden dann noch den Verlorenen Turm und den Mönch bevor es am Kanapee vorbei auf die Basteibrücke geht.

Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194m steil zur Elbe hinunter. Die Aussichten in die Sächsische Schweiz und über das Elbtal sind fantastisch. Eine Plattform wurde allerdings aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Es liegen Pläne vor, die ein „schwebendes Plateau“ vorsehen, um wieder nah an die Kante zu gelangen.

Bevor man die Sandsteinbrücke 1851 baute, führte eine Holzbrücke durch die bizarre Felsenlandschaft und die tiefe Schlucht der Mardertelle. Nachdem wir den touristischen Teil mit Gastronomie hinter uns gelassen haben, haben wir die letzten 3km Rückweg durch den Wald und östlich der Basteistraße ganz gelassen vor uns.

Bildnachweis: Von Anton Nikiforov, CC BY 3.0Link

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