Römermuseum Schwarzenacker (Homburg)

Südlich der Homburger Kernstadt liegt der Stadtteil Schwarzenacker. Es war hier wohl schon immer ein schöner Flecken Erde, denn sonst hätten die Römer nicht eine Siedlung aufgeschlagen. Man fand einen Vicus aus der Zeit um Christi Geburt. Hier herrschte reges Leben und Handeln, bis 275 als die Alemannen einfielen.

Schwarzenacker zeigt in einem Freilichtmuseum, dem Römermuseum Schwarzenacker, wie damals gelebt und gearbeitet wurde. Man erhält einen interessanten Einblick in das Römerdasein anhand der Ausgrabungen und dessen, was man versucht hat, wieder so darzustellen. Ursprünglich lebten etwa 2.000 Menschen in der gallorömischen Stadt, die ein Etappenort der Römer war.

Man sieht das Säulenkellerhaus und eine rekonstruierte Bäckerei. Ein Umgangstempel wurde ebenfalls rekonstruiert, zur Huldigung des Merkurs. Auch fand man Reste einer Jupitersäule und ein Pentagondodekaeder. Das ist eine Art Würfel mit zwölf fünfeckigen Flächen. Das Fundstück hat Löcher in den Flächen und Kugeln auf den Ecken, ist also als Spielwürfel nicht zu gebrauchen. Über den Verwendungszweck kann noch spekuliert werden. Man fand auch schon ein Pentagondodekaeder bei Genf, der Sternkreiszeichen draufhatte, von daher könnte man das Teil astronomisch genutzt haben oder als Zierde für ein Zepter oder um etwas zu vermessen – wäre man dabei gewesen, wüsste man es.

Zum Römermuseum Schwarzenacker gehört das Edelhaus im Stil des Barock, das 1722 von Jonas Erikson Sundahl entworfen wurde. Ein schöner Barockgarten gliedert sich an. Im Edelhaus sind einige Fundstücke ausgestellt und als Dauerleihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlung sind spätbarocke Gemälde zur Betrachtung wieder heimgekehrt sozusagen, da sie einst im Auftrag des Zweibrücker und Karlsberger Herzogshofes entstanden sind. In der Straße Am Schwedenhof entstand etwa zur gleichen Zeit vom Planer Sundahl der so genannte Schwedenhof als L-förmige Anlage im Stil des Barock.

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