Premiumweg Höllental (P23)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑295m  ↓295m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Premiumweg Höllental P23 ist ein abwechslungsreicher Wanderweg durch das Höllental, das Kupferbachtal und die an diese Täler angrenzenden Berge des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land. Wir wandern durch Offenland, alte Burg- und Kirchenruinen und genießen den Ausblick über das Höllental vom Naturschutzgebiet Bilstein aus.

Wir starten unsere Wanderung am Wanderparkplatz Frau Holle. Dieser liegt am ehemaligen Gasthaus Frau Holle an der Landstraße zwischen Eschwege-Albungen und Berkatal-Frankershausen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. 

Wir wandern gen Südwesten, mitten in das Höllental hinein und überqueren schon nach etwa hundert Metern den Fluss Berka, der in der Nähe der Kasseler Kuppe entspringt und Richtung Osten fließt, bis er bei Eschwege in die Werra mündet. Entlang des Kupferbachs, der in die Berka mündet, wandern wir bis zum Parkplatz des Besucherbergwerks Grube Gustav und dem Gasthaus Höllental. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat, sollte einen kleinen Abstecher in die Grube Gustav machen. Vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier Schwerspat und Kupferschiefer abgebaut.

Doch wir wollen weiter wandern und überqueren den Kupferbach gen Westen. Die Landschaft ist hier von durch Trockenheit geprägten Magerrasen gestaltet. Über den Krösselberg (301m) wandern wir weiter gen Südwesten und dann einen Bogen nach Abterode, einem Ortsteil der Gemeinde Meißner.

Hier begegnet uns ein Highlight der Wanderung: die denkmalgeschützte Ruine einer frühgotischen, evangelische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie steht burgartig auf einem Hügel. Seit dem frühen 17. Jahrhundert ist die alte Kirche eine Ruine und wird im Volksmund „Totenkirche“ genannt.

Am östlichen Ortsende von Abterode, nur wenige Meter von der Ruine der „Totenkirche“ entfernt, passieren wir den Abteröder Bär, auch „Todstein“ genannt, einen großen Dolomitstein. Den Vergleich mit einem Bären verdankt der Stein wohl seiner Form, doch ist er an sich nichts zu Außergewöhnliches. Im östlichen Meißnervorland gibt es einige alleinstehende Felsen, die durch die Abtragung weicheren, sie zuvor umgebenden Gesteine entstanden sind.

Entlang des Kupferbachs wandern wir durch das Kupferbachtal zurück Richtung Norden und wieder in das Höllental hinab. Das letzte Highlight unserer Wanderung ist die alte Burgruine Bilstein auf 284 Meter Höhe. Nachdem wir die Berka ein zweites Mal überquert haben wandern wir durch Hainbuchen- und Eichenwald bis hin zu Ruine. Im 10. Jahrhundert wurde sie vom Grafen von Bilstein erbaut, seit dem Ende des 16. Jahrhunderts ist die Burg eine Ruine. Heute sind noch Reste der Mauer, Gräben und Wälle übrig.

Doch nicht nur die Burgruine kann man von hier oben erkunden, sondern auch den Blick in die Ferne richten. Es lohnt sich ein Fernglas mitzunehmen um nicht nur in das Höllental hinab, sondern auch hinüber, bis hin zum Hohen Meißner blicken zu können. Der Bilstein (284m) im Höllental besteht übrigens aus Diabas und ist im Werragebirge die höchste Klippe aus diesem basaltähnlichem vulkanischen Gestein. Vom Bilstein sind es nur noch wenige 100 Meter zurück zu unserem Ausgangspunkt am ehemaligen Gasthaus Frau Holle.

Bildnachweis: Von Heinz K. S. [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort